Vanille verliert ihren Geschmack

K-Tipp 10/2018 vom

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Vanille ist viel teurer als noch vor einigen ­Jahren – und viel schlechter. Fast alle Schoten im Test hatten zu wenig Aromastoffe. Auf dem letzten Platz landeten die Betty-Bossi-Vanilleschoten aus dem Coop.

Oft zu früh geerntet: Eine Arbeiterin büschelt in Madagaskar Vanilleschoten (Bild: ISTOCK)

Oft zu früh geerntet: Eine Arbeiterin büschelt in Madagaskar Vanilleschoten (Bild: ISTOCK)

Vanille ist längst zu ­einem Luxusartikel geworden: Laut «Kassensturz» sind die Preise regelrecht explodiert – in den ver­gangenen Jahren von rund 50 auf heute über 800 Franken pro Kilo. 

Folge: Viel Ware wird zu früh auf den Markt geworfen, weil die Händler schnelle Gewinne suchen. Darunter leidet die Qualität, wie Lebensmittel­chemiker Klaus Haase-­Aschoff erklärt. Viele ­Vanilleschoten würden immer mehr Wasser ent­halten, aber weniger wertvolle Aromen wie Vanillin. Dabei sind es diese, die den eigentlichen Reiz dieses ­Gewürzes aus­machen. 

Der «Kassensturz» liess acht bei Grossverteilern und in Reformhäusern ver­kaufte Vanilleschoten im Labor auf ihren Gehalt an Aroma­stoffen untersuchen. 

Nur die Bio-Marke Rapunzel ist sehr gut 

Das Ergebnis bezeichnet die Redaktion als «niederschmetternd»: Die Vanille-­schoten seien viel schlechter geworden. Nur ein ­Produkt erhielt die Note «sehr gut»: In der Schote der Bio-Marke Rapunzel wiesen die Experten 26,1 Gramm Aromastoffe pro Kilo Gewicht nach. Das war mit Abstand der beste Gehalt. 

Laut Testleiter Haase-­Aschoff habe dieser Wert noch vor einigen Jahren ­einer durchschnittlichen Schote entsprochen. [...]

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