Migros-Bank: Schikanen für E-Banking-Kunden

K-Geld 05/2015 vom

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E-Banking. Seit Jahren nimmt Edgar Wegmüller aus Murten FR der Migros-Bank Arbeit ab: Er macht seine Einzahlungen mit E-Banking. Will er das weiter tun, muss er 50 Franken zahlen. Denn die Migros-Bank verlangt neu, dass die E-Banking-Nutzer jede Zahlung über ein zweites internettaugliches Gerät bestätigen. Edgar Wegmüller hat aber weder ein zusätzliches Notebook noch ein Smartphone oder ein Tablet. Ein gewöhnliches Handy genügt nicht. Will er weiterhin mit E-Banking einzahlen, muss er deshalb bei der Migros-Bank ein Zusatzgerät für 50 Franken kaufen.

Wegmüller und weitere E-Banking-Kunden ärgern sich: «Das alte System war sehr einfach. Mit ­einem USB-Stick konnte man von jedem Computer zugreifen.» Beim neuen System muss man beide Geräte gleichzeitig vor sich haben, beide müssen mit dem Internet verbunden und bei der Migros-Bank registriert sein. Das garantiert laut Bank-Sprecher Urs Aeberli höchstmögliche Sicherheit. Das Zusatz­gerät gebe die Bank zum Selbstkostenpreis ab. Bestellt hätten es bisher vier Prozent der Kunden.

Immerhin: Inzwischen hat Wegmüller von der Bank einen 20-Franken-Gutschein für den Kauf eines solchen Geräts erhalten.

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Kommentare

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von dh am
19.11.2015, 16:41

Kompliziertes Verfahren

Das neue Verfahren fürs E-Banking ist für "altmodische" Leute ohne Smartphone und Tablet kompliziert, und Fr. 50.-- für ein Zusatzgerät eine Frechheit. Bei der Hotline wurde mir gesagt, andere Banken hätten das gleiche System, dem kann ich aber wiedersprechen. Zum Beispiel bei BEKB funktioniert E-Banking auch mit USB-Stick. Will von der Bank nicht gezwungen werden, ein Zusatzgerät oder Tablet/Smartphone kaufen zu müssen!

von biscioni am
17.11.2015, 15:09

BlackBerry

Auch ich kämpfe gerade mit der Neueinführung der Migrosbank. Grundsätzlich gefällt mir die Änderung, nur leider ist diese für mich nicht vollständig umgesetzt. So unterstützt die Migrosbank bei den Mobilegeräten nur die zwei meist verbreitetsten OS. Wer mit einem Windows-Phone oder wie ich mit einem BlackBerry arbeitet, wird von der Migrosbank links liegen gelassen und erhält auf Supportanfragen auch nur Nonsens-Standartantworten zurück. Die Migrosbank spart sich die Entwicklung für etliche OS-Systeme und der Kunde darf dann ein "tolles" Gerät für 50.- erwerben. Danke!

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