Amtliche Verteidigung zu Unrecht verweigert

K-Tipp 11/2012 vom 30. Mai 2012

von Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp

Rüffel für Obergericht Zürich

Haben Beschuldigte kein Geld und ist der Fall rechtlich anspruchsvoll, erhalten Betroffene ­einen amtlichen Verteidiger, der vom Staat ­bezahlt wird. Das Zürcher Obergericht verweigerte dies einer Frau. Sie ist wegen Urkundenfälschung und Betrugs angeklagt, weil sie ­angeblich mit gefälschten Unterlagen einen Kredit erschlichen hat.

Das Bundesgericht gibt der Frau aber recht und hebt den Beschluss des Zürcher Ober­gerichts auf. Unter anderem auch deshalb, weil die Frau angab, sie sei selber Opfer von Betrügern geworden, die sich als Kreditvermittler ­ausgaben. Einem solchen Strafverfahren sei die Beschuldigte allein nicht gewachsen.   

Bundesgericht, Urteil 1B_195/2012 vom 7. 5. 2012

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Neue Gerichtsurteile: Gratisanwalt für einen Schmuggler?

Bessere Waffe gegen schikanöse Betreibungen

Neue Gerichtsurteile: Strafverfahren - Gericht lehnt Gratisanwalt ab

Aktuelles Heft

Aktuelle Ratgeber

Demenz

Mit flauschigen Robotern und künstlichen Zugsabteilen werden Demenz-Patienten in Pflegeheimen beruhigt. Was halten Sie davon?

Aktuelle Tests

Roaming-Kosten

Seit dem 1. Januar 2009 haben Schweizer wegen überrissenen Handy-Gebühren im Ausland

zuviel bezahlt.

Kreuzworträtsel

Unsere Handy-Apps

Testsieger App K-Tipp

Testsieger für Apple und Android

E-Nummern App

E-Nummern für Apple und Android

Budget Alarm App

Kostenloser Budget-Alarm für Apple und Android

Hochpreis

Volksinitiative

Aktuelle Merkblätter

Aktuelle Musterbriefe