Lötzinn ist trotz Verbot noch in den Regalen

K-Tipp Wohnen 04/2018 vom

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Seit Anfang September ist der Verkauf von bleihaltigem Lötzinn verboten. Eine Stichprobe zeigt: Nicht alle Baumärkte halten sich daran.

Heimwerker greifen zum Löt­kolben, wenn sie Drähte ver­binden wollen. Zusätzlich braucht es Lötzinn, auch bekannt als Lötlot. Zu finden sind diese Spulen in Baumärkten. In der EU ist bleihaltiges Lötzinn für den Privatgebrauch verboten – am 1. September lief auch in der Schweiz die Übergangsfrist ab. 

Eine Stichprobe des K-Tipp in der Deutschschweiz zeigt: Bauhaus, Obi, Hornbach, Jumbo und Migros Do it führen nur noch bleifreie Produkte. Nicht aber der Elektronik-Fachhändler Pusterla in Zürich sowie Coop Bau + Hobby in Dietlikon ZH: Dort wird immer noch Lötzinn verkauft, der Blei enthält. Erkennbar ist das bei der Pro­duktebezeichnung am Kürzel «Pb».

Coop Bau + Hobby sagt dazu: «Dass noch bleihaltige Produkte im Regal sind, ist ein Fehler. Wir werden sie umgehend entfernen.» Pusterla nahm nicht Stellung.

Beim Erhitzen entwickelt Blei hochgiftige Dämpfe. Es steht beim Bundesamt für Gesundheit auf der «Liste der krebserzeugenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Stoffe».

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