Faulheit reicht nicht für fristlose Kündigung

K-Tipp 04/2019 vom

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Der Arbeitgeber darf eine ­fristlose Kündigung nur aussprechen, wenn jede weitere ­Zusammenarbeit unzumutbar ist. Das ist etwa bei Diebstahl, ­groben Beleidigungen oder Tätlichkeiten der Fall.

entMangelnde Leistung: Der Arbeitgeber kann in einem solchen Fall eine Verwarnung aussprechen (Bild: ISTOCK)

entMangelnde Leistung: Der Arbeitgeber kann in einem solchen Fall eine Verwarnung aussprechen (Bild: ISTOCK)

Verena Sutter (Name ­geändert) aus Schaff­hausen arbeitete während zweieinhalb Jahren in ­einem Callcenter der Ostschweiz. Sie akquirierte im Auftrag von verschiedenen Unternehmen Neukunden. «Man war sehr zufrieden mit mir», sagt die 34-jährige gelernte Büroangestellte. Im ver­gangenen Oktober sei sie in einer Sitzung noch ausdrücklich gelobt worden, sie mache einen guten Job. Doch nur vier Tage später erhielt sie unerwartet die fristlose Entlassung. 

Der Protest zeigte Wirkung

«Die Leistung hat die ­letzten Monate spürbar abgenommen», begründete der Geschäftsführer die Kündigung in einem Brief. Im Oktober habe sie die vereinbarte Zahl von Anrufversuchen um 45 Prozent verfehlt, heisst es im Schreiben. «Ein krasser Verstoss gegen den Arbeits­vertrag und ein ­massiv ­gestörtes Arbeitsverhältnis, weshalb wir das Arbeits­verhältnis per heute fristlos auflösen.» Die ­junge Frau bestreitet die Vor­würfe und vermutet einen ­anderen Grund für die Entlassung: «Wir sind zu viele Mit­arbeiter und haben zu ­wenig Arbeit.» 

Verena Sutter protes­tierte nach Erhalt der Kündigung sofort mit einem ein­geschriebenen Brief gegen die Entlassung. [...]

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