«Sehr gut» für torffreie Erde

K-Tipp 09/2013 vom

Gartenerde sollte ­Nährstoffe und Wasser gut aufnehmen und auch wieder an die Pflanzen abgeben können. Das schaffen auch torffreie Produkte, wie ein aktueller Test zeigt.

Alle Grossverteiler und Gartencenter bieten eine Vielzahl von Blumen- und Gemüseerden für den Hobbygärtner an – mit und ohne Torfzusatz. Ein Laborund Praxistest von «Kassensturz» und dem Westschweizer Konsumenten-Magazin «A bon entendeur» bestätigt jetzt, was frühere Berichte der Zeitschrift «Haus & Garten» schon mehrmals aufgezeigt haben: Es geht auch ohne Torf (siehe Kasten). Gute Gartenerde muss Nährstoffe und Wasser schnell und auseichend aufnehmen, um damit die Pflanzen möglichst schnell zu beliefern.

Erfreulich: Im Praxistest gabs für vier der acht torffreien Gartenerden die Gesamtnote «gut» oder «sehr gut»: Die angepflanzten Kresse, Gerste und Raps hatten nach ein paar Wochen kräftige Wurzeln und Stängel entwickelt. Das wirkte sich positiv auf Wachstum und Farbe der Pflanzen aus.

Wichtiger Expertentipp: Bio-Labels und ähnliche Logos sind keine Garantie dafür, dass in der Gartenerde kein Torf steckt. Deshalb unbedingt die Packungsbeilage beachten.


Das Gesamturteil «sehr gut» gab es für diese zwei torffreien Produkte:

  • Bio Capito Universal-Bio-Erde (Landi, 12 Rp./Liter)
  • Ricoter Blumen- und Gemüseerde (eingekauft bei Jumbo, 50 Rp./l)



«Gut» waren:

  • Belflor Bio-Sol ­Universal (Garten­center, 35 Rp./l)
  • Oecoplan Universal­erde (Coop, 35 Rp./l)



Torf lässt Pflanzen nicht besser wachsen

Auf torfhaltige Erde können Hobbygärtner getrost verzichten, denn sie verbessert die Pflanzenpracht nicht. Dies belegt eine Studie der Universität Zürich, über die die Zeitschrift «Haus & Garten» berichtet hat (Ausgabe 3/2012). Die Wissenschafter wiesen in einem Praxisversuch nach, dass Pflanzen in torfhaltiger Erde nicht üppiger wachsen als in torffreien Produkten.

Die zwei wichtigsten Schlüsse aus dieser Studie: Entscheidend fürs Wachstum der Pflanzen ist der Dünger, den man verabreicht. Und: Auch Bio-Produkte können Torf enthalten. Gut zu wissen:

  • Torfabbau ist in der Schweiz aus ökologischen Gründen verboten. Das Naturgut darf aber importiert werden. Hobby- und Profigärtner verbrauchen in der Schweiz bis zu 150 000 Tonnen Torf (siehe auch «Saldo» 5/2013).
    Obgleich der Torfabbau im Ausland erwiesenermassen riesige Umweltschäden verursacht, konnte sich der Bundesrat nicht zu einem Importverbot durchringen. Die Regierung ruft Hobby­gärter und Gartenbranche lediglich zur freiwilligen Selbst­beschränkung auf.
  • Einzig Pflanzen, die in Moorbeeten ge­deihen, z. B. Rhododendron, kommen mit torffreier Ede nicht zurecht.



Weitere Infos

www.pronatura.ch/torffrei ! Einkaufsführer: Hier findet man ein Liste von Pflanzenerden ohne Torf und wo sie erhältlich sind.

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Hohes und nasses Gras? Für Testsieger kein Problem

Spass im Wasser: So geht Ihr Geld nicht baden

Gartenwerkzeug: Bei einigen Pflanzkellen sitzen die Griffe locker

Buchtipp zum Thema

Umbauen und renovieren

Aktuelles Heft

Schritt für Schritt zum richtigen Körpergewicht

Aktuelles Heft

Aktuelle Ratgeber

Aktuelle Musterbriefe

Aktuelle Tests

Unsere Handy-Apps

Testsieger App K-Tipp

Testsieger für Apple und Android

Budget Alarm App

Kostenloser Budget-Alarm für Apple und Android

Aktuelle Merkblätter

KOSTENLOSER RATGEBER FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG