Leser fragen: Ist Vorzugsbutter besser?

K-Tipp 03/2012 vom

Der K-Tipp schrieb (Ausgabe 2/12), dass es ausser dem Preis keinen Unterschied gebe zwischen der Kochbutter und der Butter aus den ­Billiglinien der Grossverteiler. Wie unterscheidet sich aber ­Kochbutter von der sogenannten Vorzugs­butter?

Auch hier ist der Hauptunterschied der Preis. Vorzugsbutter kostet etwa ein Viertel mehr als Kochbutter. Die Hersteller behaupten, dass Vorzugsbutter einen speziell rahmigen Geschmack habe, da sie immer frisch und ausschliesslich aus Milchrahm hergestellt werde. Bei der Kochbutter sei der Geschmack hingegen je nach Jahreszeit anders, weil sie auch tiefgefrorene Lagerbutter und Butter aus dem Ausland enthalten könne. Geschmackstests des K-Tipp haben aber gezeigt: Die degustierten Kochbutter waren alle «einwandfrei». Bei der teuren Vorzugsbutter gab es hingegen auch «wässrige» oder «geschmacklose» Produkte.


Auf der Zutatenliste einer Lidl-Salami sind 79 Prozent Schweinefleisch, 36 Prozent Speck und 29 Prozent Rindfleisch aufgelistet. Das macht 144 Prozent. Kann Lidl nicht rechnen?

Doch. Nehmen wir Folgendes an: Lidl mischt 79 kg Schweinefleisch, 36 kg Speck und 29 kg Rindfleisch und verarbeitet diese Masse zu Salami. Die Salami wiegen zunächst 144 kg. Doch beim Trocknen schwindet Wasser. Deshalb wiegen sie am Schluss nur noch 100 kg. Aus 144 kg Fleisch wurden also 100 kg Salami. So stehts übrigens auch in kleiner Schrift am Ende der Zutatenliste: «100 g Produkt werden aus 144 g Fleisch hergestellt.»


Ich wollte ein Sofa kaufen und bin dabei auf die Bezeichnung Anilinleder gestossen. Enthält das Leder den giftigen Farbstoff Anilin?

Nein. Anilinleder ist heute der umgangssprachliche Begriff für eine bestimmte, eher teure Lederart: Es hat eine natürliche Oberfläche mit einer gut sichtbaren Lederstruktur, weil es transparent und nicht mit Deckfarbe gefärbt ist. Laut dem Bundesamt für Gesundheit bedeutet die Bezeichnung Anilinleder nicht, dass das Leder tatsächlich den giftigen Farbstoff Anilin enthält. Die Lederhersteller betonen, dass sie nur unbedenkliche Farbstoffe verwenden.


Bei unserer Electrolux-Wasch­maschine gibt es die Funktion «Zeit sparen». Spare ich, wenn die Maschine weniger lange läuft, auch Strom und Wasser?

Wasser nicht, aber ein bisschen Strom. Das Programm eignet sich für wenig verschmutzte Wäsche. Es verkürzt den Waschgang – je nach Einstellung – um 25 oder um 50 Prozent. Der Wasserverbrauch bleibt gleich, aber der Stromverbrauch ist geringfügig niedriger, weil sich die Trommel weniger lang dreht. Andere Hersteller haben ihre Waschmaschinen mit ähnlichen Funktionen programmiert. Dort haben Sie Namen wie «Expressprogramm», «15-Minuten-Programm» und «minus 10 Minuten».

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