Fragwürdige Saftkur

Gesundheitstipp 04/2019 vom

von

Teure Gemüse- und ­Fruchtsäfte aus Bern ­reinigen ­angeblich den Körper. Fachleute zweifeln.

Der Berner Internetshop «I Love Juice» verkauft eine 3-Tages-Saftkur für rund 250 Franken. Kunden bekommen  für diesen Betrag ein Paket mit ­Säften und Suppen aus Früchten und Gemüse. Sie sind kalt gepresst und nicht pasteurisiert. Angeblich helfen sie, den Körper zu reinigen. «Cleanse für Fort­geschrittene», wirbt der Verkäufer. 

Die deutsche Ernährungs­wissenschafterin Lioba Hofmann rät von solchen Saftkuren ab: «Früchte isst man besser ungepresst.» Denn ungepresst würden sie noch gesunde Ballast- und Pflanzenstoffe enthalten. Laut dem Präventivmediziner David Fäh von der ­Berner Fachhochschule können solche Säfte zudem problematische Keime enthalten. «Gesunde Stoffe wie Karotinoide sind weniger gut verfügbar als in pasteurisierten ­Säften.» 

Der Verkäufer «I Love Juice» schreibt dem Gesundheitstipp, ­seine Säfte würden in einem «aufwendigen Verfahren kalt gepresst». Pasteu­risierte Säfte enthielten weniger Nährstoffe.

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