Der Zinssatz macht es aus

saldo 14/2007 vom 12. September 2007

von Pascal Tischhauser

Es lohnt sich, seine 3a-Konten stets bei der Bank mit dem besten Zinsangebot zu halten. saldo zeigt, wie stark sich das auswirkt.

Die Vorsorgekonten der Säule 3a sind für die Banken ein riesiges Geschäft. Zurzeit liegen rund 30 Milliarden Franken auf Schweizer Bankkonten. Die Banken können das Geld langfristig anlegen – und zahlen trotzdem nur mickrige Zinsen. Der «K-Tipp» errechnete kürzlich: Mehreinnahmen von 300 Millionen Franken hatten die Banken im letzten Jahr nur schon dadurch, dass sie die Gelder der 3. Säule nicht zum gesetzlichen Mindestsatz der Pensionskassen verzinsen.


WIR Bank: Bietet mit 2,25 Prozent den höchsten Zinssatz

Immerhin kommt etwas Bewegung in die Zinssätze für 3a-Konten: Auf den 1. September haben UBS und Luzerner Kantonalbank den Zinssatz auf 1,875 Prozent erhöht, die Basellandschaftliche Kantonalbank und die Credit
Suisse auf 1,75 Prozent. Mit 2,25 Prozent bietet die WIR Bank am meisten. Ohne diesen Aufwärtstrend wäre die Diskrepanz zum Mindestzinssatz der 2. Säule noch grösser geworden: Letzte Woche erhöhte ihn der Bundesrat auf 2,75 Prozent.
Der Zinsunterschied der Banken für 3a-Konten von 0,5 Prozent zwischen dem aktuell höchsten und tiefsten Zinssatz scheint gering. Doch auf die Dauer läppert sich ein ansehnlicher Betrag zusammen. Die saldo-Modellrechnung zeigt: Ein Sparer, der
jeweils Anfang Jahr das für Angestellte erlaubte Maximum von 6365 Franken einzahlt, käme bei der WIR Bank innert 30 Jahren auf ein um 22 000 Franken höheres Alterskapital als mit einem Konto bei einer Tiefzins-Bank (siehe Grafik). Ein Wechsel des 3a-Kontos zur Bank mit dem jeweils besten Zinssatz lohnt sich also. Und das geht einfach: Es reicht ein Kündigungsschreiben an die bisherige Bank mit den für die Überweisung an die neue Bank nötigen Angaben.
Für den Entscheid über die richtige Platzierung seines 3a-Kontos hilft ein längerfristiger Vergleich. Eine Berechnung des VZ Vermögenszentrums zeigt: Am besten schneidet seit 1995 die Migros Bank mit durchschnittlich 2,94 Prozent Zins ab, am schlechtesten die UBS mit 2,54 Prozent. Attraktiv sind auch die Raiffeisenbanken sowie die Bank Coop. Schlecht schneiden
neben der UBS die CS und die Kantonalbanken ab.

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