Punkto Hygiene ist Softice mit Vorsicht zu geniessen. Eine Stichprobe des K-Tipp im Sommer 2005 ergab in 6 von 16 Proben viel zu viele Darmbakterien. Mitte Mai dieses Jahres hat der K-Tipp erneut 16 Portionen Softice aus Basel, Luzern, St. Gallen und Zürich im Labor analysieren lassen.

Erfreulich: Bei der Gesamtkeimzahl, gemessen in Kolonien bildenden Einheiten pro Gramm (KBE/g), lagen nur zwei über 100 000 KBE/g. Dieser Wert gilt als Referenz für Hygiene und saubere Verarbeitung. Beide Proben stammten aus Luzern: vom Stand am Schwanenplatz mit 140 000 und von der Bäckerei Kurmann mit 120 000 KBE/g.

Bei den gefährlicheren Enterobakterien – Darmbakterien, die Durchfall auslösen können – liegt der Toleranzwert bei 100 KBE/g. Er wurde bei keiner Probe überschritten.

Mit 60 KBE/g am höchsten war die Zahl der Darmbakterien im Softice am Zürcher Bahnhof Stadelhofen: Das Eis war nicht einwandfrei. Und das Softice aus dem Untergeschoss der Rail City in Luzern enthielt 20 KBE/g – das Doppelte dessen, was bei Darmbakterien als unbedenklich gilt. Die Gesamtkeimzahl lag dort bei 78 000 KBE/g.


Softice-Proben: Die Resultate

Lesebeispiel: Bei Ikea lag Gesamtkeimzahl unter 10 KBE/g

Die zwölf «guten» Glace-Betriebe:

Basel
- McDonald’s, Bahnhof SBB: 130

Dietlikon
- Ikea: weniger als 10

Luzern
- Schweizerhofquai, Einfahrt Alpenstrasse: 50
- Kiosk Schifflände, am Bahnhofplatz: 180
- Casino: 1100
- Rail City Hauptportal: 1300
- Café de Ville: 2700

St. Gallen
- McDonald’s, St. Leonhardstrasse: weniger als 10
- Victoria Bretzel bei Coop City: 480
- P. Raschle, Neugasse: 58 000

Zürich
- Bahnhof, Ausgang Sihlporte: 4600
- Bellevue Victoria Bretzel vor Coop City: 6400


Die vier mangelhaften Glace-Betriebe

Luzern
- Stand am Schwanenplatz: 140 000
- Bäckerei Kurmann: 20 000
- Rail City, UG: viele Darmbakterien

Zürich
- Bahnhof Stadelhofen: viele Darmbakterien