Verkäufer liefert nicht das was ich ersteigert habe

14. Juli 2017

von

Nach einem Kauf und sofortiger Bezahlung bei Ricardo habe ich statt einem neuen/originalverpackten Gerät, ein teilweise ausgepacktes erhalten. Es geht mir vor allem um ein Teil, das beschädigt wird wenn es ausgepackt und nicht verbaut wird. Dieses Teil liegt preislich im Bereich der ganzen Anlage. Der Verkäufer wurde von mir sofort nach Erhalt des Paketes per Mail und danach per SMS kontaktiert und über die Mängel informiert. Da ich nicht vom Kauf zurücktreten möchte (war per Sofortkauf ein richtiges Schnäppchen) habe ich eingeschrieben eine Mängelrüge an den Verkäufer gesendet. Die Annahme wurde verweigert. Was oder wie gehe ich hier wohl am besten weiter vor?

2

Kommentare

Kommentar hinzufügen

von Erni am
17.07.2017, 14:42

Hallo Sirio

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Ich würde nur mit Widerwillen rechtlich gegen den Verkäufer vorgehen. Es zeigt sich halt leider durch seine Aussagen, dass er nicht kooperieren möchte. Gemäss einer SMS von ihm hat er das Gerät im Auftrag eines Kunden verkauft. Ich habe ihm dann gesagt, dass er das Teil ja eh zum Einkaufspreis bekommt und sein Kunde ihm dann halt den Betrag geben muss. Kurz darauf hat er wieder abgestritten ein Händler zu sein. Er ist aber bei einem Grosshändler gelistet. Ich denke, dass er einfach Zeit gewinnen möchte in der Hoffnung, dass die Sache versandet. Auf jeden Fall habe ich die Unterlagen gesichert um auch alles beweisen zu können. Ich denke, dass ich es mal mit der Minderung versuche.

von Sirio am
14.07.2017, 09:49

Kaufvertrag

Als Erstes würde ich den Kundendienst von Ricardo informieren und fragen, was man dort von der Sache hält und was man Ihnen rät. Das wird zwar vielleicht nichts bringen, ich persönlich würde das aber schon nur aus Prinzip tun. Ferner ist es wichtig, dass Sie alle Beweismittel sorgfältig aufbewahren (Ausdrucke aller Mails und SMS, Empfangschein der Post, zurückerhaltener Brief usw.). Grundsätzlich haben Sie als Käufer in dieser Situation die Wahl zwischen Rücktritt von Vertrag (Wandelung) oder Erstattung des Minderwerts der Sache (Minderung). Geht der Käufer darauf nicht ein, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Verkäufer einzuklagen. Wenn Sie die Weigerung des Verkäufers nicht schriftlich belegen können, leiten Sie am besten die Betreibung gegen ihn ein. Seinen Rechtsvorschlag müssten Sie dann mit einer Zivilklage an das zuständige Gericht beseitigen lassen. Können Sie die Weigerung belegen, können Sie im Prinzip auch direkt Klage erheben. Die Frage von Aufwand und Nutzen sowie allenfalls des Vorgehens bei fehlender Erfahrung im Umgang mit Rechtssachen wird sich natürlich stellen. Evtl. würde es nicht schaden, wenn Sie den Verkäufer in freundlicher aber bestimmter Weise rechtliche Schritte androhen, sei dies via Mail oder - mit vielleicht mehr Gewicht - in einem gewöhnlichen Brief ohne Angabe des Absenders auf dem Umschlag. Falls es für Sie in Frage kommt, können Sie dem Verkäufer auch die Erstattung des Minderwerts anbieten.

Diskussion verwalten

Aktuelles Heft

AHV und Pensionskasse: Der K-Tipp hat nachgerechnet

Krankenkasse

Mit Swica und Sanitas sind die meisten Kunden zufrieden. Die Assura ist günstig, kommt aber bei den Kunden schlecht weg.

Aktuelles Heft

Schlüsselfundmarke

Aktuelle Ratgeber

Swisscom

Hier Musterbriefe zu den Vertragsänderungen herunterladen:
Ablehnung Swisscom Datenschutzerklärung
Ablehnung aller Swisscom Vertragsänderungen

Aktuelle Tests

Roaming-Kosten

Seit dem 1. Januar 2009 haben Schweizer wegen überrissenen Handy-Gebühren im Ausland

zuviel bezahlt.

Unsere Handy-Apps

Testsieger App K-Tipp

Testsieger für Apple und Android

E-Nummern App

E-Nummern für Apple und Android

Budget Alarm App

Kostenloser Budget-Alarm für Apple und Android

Hochpreis

Aktuelle Merkblätter

Aktuelle Musterbriefe

Kostenloser Ratgeber für Menschen mit Behinderung