Stockwerkeigentum

19. März 2019

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Unsere Verwaltung hat in den letzten 5 Jahren den Gewinn der Jahresrechnung jeweils dem Erneuerungsfonds per 31.12. zufliessen lassen. Diese wurde von uns Eigentümern so beschlossen und ist vom Vorgang her korrekt. Die Verwaltung hat der Steuerbehörde mittels bei der jährlichen "Steuerdeklaration" bei jedem Eigentümer für den Bereich "Liegenschaftsunterhalt inkl. Erneuerungsfonds" diesen Betrag nicht berücksichtigt d.h., alle Eigentümer haben einen kleineren Betrag ausgewiesen aufgrund des Formulars bei ihrer Steuererklärung. Frage A Ist es korrekt, dass ein Gewinn, der dem Erneuerungsfonds per 31.12 jeweils zugeflossen ist, beim Steuerausweis an die Steuerbehörde auch so gemeldet werden muss ?

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Kommentare

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von Sirio am
20.03.2019, 11:06

Steuerliche Abzugsfähigkeit

Im Gegensatz zu früher sind Einlagen in den Erneuerungsfonds heute steuerlich abzugsfähig, siehe https://www.ktipp.ch/artikel/d/stockwerkeigentum-sind-die-einlagen-in-den-erneuerungsfonds-abzugsfaehig/ . Es liegt, denke ich, auf der Hand, dass es dabei keinen Unterschied macht, ob der eingeschossene Betrag von Anfang an für diesen Zweck bestimmt war oder ob er aus dem Überschuss aus der Jahresrechnung stammt. Die Verwaltung muss also auch im zweiten Fall den Betrag so ausweisen, dass der Eigentümer in seiner Steuererklärung diesen unter den Liegenschaftskosten aufführen kann. Wenn ich Ihre Schilderung richtig verstehe, handhabt dies die Verwaltung also nicht korrekt.

von Pascal Roth, Redaktor K-Geld am
20.03.2019, 10:25

je anteilig

Der Saldo des Erneuerungsfonds am Stichtag, dem 31. Dezember jedes Jahres muss je anteilig von den Eigentümern als Vermögen deklariert und versteuert werden. Dasselbe gilt auf Stufe Einkommenssteuer für mögliche Erträge.

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