Auktionsportal: Verkaufen ist bei Ebay jetzt teurer

K-Tipp 07/2019 vom | aktualisiert am

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Neu verlangt das Auktionsportal Ebay von Verkäufern eine Provision von 10 Prozent. Der Konkurrent Ricardo ist nun günstiger.

Ebay-Hauptsitz in San José, Kalifornien: Die Verkaufsprovision wurde massiv erhöht (Bild: KEYSTONE)

Ebay-Hauptsitz in San José, Kalifornien: Die Verkaufsprovision wurde massiv erhöht (Bild: KEYSTONE)

Die Abschlussgebühr betrug bei Ebay bisher 4,3 Prozent, wenn man etwas zu einem Preis zwischen 1 und 70 Franken verkaufte. Neu verlangt die Plattform von Privatpersonen in fast ­allen Produktkategorien 10 Prozent. Ausgenommen sind laut Ebay nur «Auto, Motorrad & Kfz». Dort beträgt die Gebühr einheitlich Fr. 26.93. 

Noch deutlicher ist der Provisionsaufschlag für Private bei teureren ­Waren: Für Verkaufs­preise von 70 bis 700 Franken belief sich die Verkaufsprovision bisher auf 3,2 Prozent plus eine Pauschale von Fr. 3.02. Bei einem Verkaufspreis von 700 Franken wurden also knapp 25 Franken Provision fällig. Neu sind es 70 Franken – also fast das Dreifache. 

Auch gewerbliche Händler müssen teils viel tiefer in die Tasche ­greifen: Für Waren bis zu einem Preis von 100 Franken verdoppelte sich die Gebühr von 4 auf 8,7 Prozent. In der Kategorie «Elektronik» wurde sie auf 5 Prozent erhöht. 

Nach dieser Erhöhung ist Ricardo.ch für Private nun etwas günstiger: Diese Auktionsplattform verlangt 9 Prozent – also 1 Prozent weniger als beim Konkurrenten. Bei Ebay kommen zudem bis Fr. 1.29 Einstellgebühren pro ­Artikel dazu.

Plattformen Anibis und Tutti sind gratis

Eine Alternative zu Ebay und Ricardo sind kostenlose Verkaufsplattformen wie Anibis.ch und Tutti.ch. Allerdings kann man die Produkte dort nicht versteigern, sondern nur zu einem festen Preis anbieten – oder mit dem Käufer verhandeln.

 

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