Ultrabooks: Leichtgewichte mit knapper Ausstattung

saldo 19/2012 vom

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Sie sind sehr dünn und leicht: Ultrabooks eignen sich deshalb gut für das Arbeiten unterwegs. Nachteil: Kein Gerät hat ein DVD-Laufwerk.

Der erste tragbare Computer wog 11 Ki­logramm. Das war 1981. Heute wiegen Laptops im Schnitt 3 Kilogramm. Mit 1 bis 1,5 Kilogramm noch leichter sind Ultrabooks.

saldo wollte wissen, wie es bei diesen Leichtgewichten mit der Akkuleistung, Schnelligkeit, Handhabung und Bildqualität aussieht, und schickte acht Geräte ins Labor. Alle getesteten Ultrabooks verfügen über 4 GB Arbeitsspeicher, einen Intel-Core-i5-Prozessor, ein 13,3-Zoll-Display, WLAN und Bluetooth.

Testergebnis: Sieger ist das Macbook Air von Apple. Es punktet mit der längsten Akkulaufzeit von 8 Stunden und 21 Minuten und einer kurzen Ladezeit von 1 Stunde und 40 Minuten sowie geringem Stromverbrauch. Das Serie 5 Ultra von Samsung mit der zweitbesten Akkulaufzeit läuft 7 Stunden und 13 Minuten. Die Aufladezeit beträgt knapp 3 Stunden. Dagegen ist sein Stromverbrauch relativ hoch. Der Aspire von Acer läuft mit 5 Stunden und 25 Minuten am wenigsten lang.


Weniger Gewicht dank Verzicht auf DVD-Laufwerk

Das XPS 13 von Dell fällt nicht nur mit der längsten Aufladezeit von fast 4 Stunden auf. Das Gerät zeigt auch nicht an, ob der Akku geladen wird. Erst auf Knopfdruck zeigen fünf LED-Leuchten den aktuellen Ladezustand an.

Das Gesamturteil «gut» erhielten: Zenbook von Asus, Spectre XT 13 von Hewlett Packard (HP) und Serie 5 Ultra von Samsung. Genügend waren Satellite von Toshiba, Aspire S3 von Acer, Vaio T13 von Sony und XPS 13 von Dell. Sie schwächeln bei der Akkulaufzeit und teilweise bei der Leistung.

Ultrabooks besitzen statt einer Festplatte einen SSD-Speicher (Solid-State-Drive). Das ermöglicht einen schnellen Datenzugriff. Sie sind energiesparend, leise und unempfindlich gegen Schläge. Nachteil: Die SSD-Speicher sind teuer. Das schlägt sich im Gesamtpreis nieder. Die getesteten Ultrabooks kosten zwischen 959 und 1349 Franken.

Bei der Ausstattung wird zugunsten des Gewichts und Umfangs gespart: Ultrabooks haben kein DVD-Laufwerk und meist eine geringere Speicherkapazität als Notebooks. Software muss man zur Installation entweder aus dem Internet herunterladen oder an einem anderen Gerät auf einen USB-Stick kopieren.


Toshiba Satellite ist mit 1076 Gramm das leichteste Gerät im Test

Auch die Anzahl der Anschlüsse ist bei Ultrabooks begrenzt. Das Macbook Air und der XPS 13 von Dell haben keinen Videoausgang. Nur einen HDMI-Ausgang besitzen Aspire und HP Spectre XT. Über drei USB-Anschlüsse verfügen das Zenbook, der Serie 5 Ultra und der Satellite von Toshiba, die anderen getesteten Geräte nur über zwei. Die Beleuchtung der Tastatur fehlt beim Aspire, Serie 5 Ultra und Vaio T13. Der XPS 13 hat keinen Eingang für Speicherkarten. Das leichteste Gerät ist mit 1076 Gramm der Toshiba Satellite, das schwerste der Vaio T13 von Sony mit 1527 Gramm.


Ohne Grafikkarte für Videospiele ungeeignet

Bei der Handhabung gibt es keine grossen Unterschiede. Beim Macbook Air reagiert das Touchpad besonders gut, das Ultrabook lässt sich mit einer Hand öffnen und ist sehr stabil.

Für das Arbeiten im Freien eignen sich dank des matten Displays besonders das Samsung- und das Toshiba-Gerät. Bei matten Bildschirmen wird das Licht weniger reflektiert. Bei glänzenden Displays sind hingegen die Farben besser. Beim Zenbook von Asus hat die matte Oberfläche jedoch nicht den gleich guten Effekt. Das Macbook Air macht die glänzende Oberfläche mit gutem Kontrast und satten Farben wett.

Übrigens: Für Videospiele sind die Geräte nicht gemacht. Fast kein Gerät hat eine Grafikkarte – Videospiele laufen nicht flüssig.

Ausführliche Testresultate und Messergebnisse finden sich auf in dieser Tabelle.


So wurde getestet

Das Labor Müller-BBM in Planegg bei München hat acht Ultrabooks nach folgenden Kriterien getestet:

  • Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Gemessen wurde die Akkulaufzeit im Leerlauf und bei voller Auslastung sowie die Ladezeit. Zudem wurde der Stromverbrauch ohne laufende Programme und mit voller Aktivität ermittelt.
  • Leistung/Schnelligkeit: Mit dem Cinebench-Index mass das Labor die Leistungsfähigkeit von Prozessor und – falls vorhanden – Grafikkarte.
  • Ausstattung/technische Merkmale: Fehlen wichtige Komponenten? Abzug gab es für das Fehlen von HDMI- und VGA-Ausgang, Ethernet-Anschluss und Tastaturbeleuchtung oder zu wenig USB-Anschlüssen.
  • Handhabung: Zwei Prüfer testeten die Ultrabooks im täglichen Betrieb. Wie ist die Benutzung von Tastatur und Touchpad? Ist das Deckelscharnier robust und trotzdem leichtgängig? Sind Laufwerke und An­schlüsse gut zugänglich? Lassen sich Lautstärke und Helligkeit einfach regeln? Sind Infos für die Inbetriebnahme vorhanden? Sind Handbücher und Online-Hilfsprogramme brauchbar? Wie sicher lässt sich das Ultrabook auf harter und weicher Unterlage platzieren? Funktioniert die Lüftung einwandfrei?
  • Bildqualität: Zwei Tester beurteilten Helligkeit, Kontrast, Farbe und die winkelabhängigen Betrachtungsmöglichkeiten. Der Test wurde in Büro- und heller Umgebung durchgeführt.

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