So klappt das Grillieren!

29. April 2008

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Die Grillzeit hat wieder begonnen. Doch mit welchem Grill schmeckt die Wurst am besten? Und wie lässt sich verhindern, dass unnötige viele Schadstoffe entstehen?

Holzkohlegrills: Sie sind vergleichsweise günstig und einfach zu transportieren. Bis man allerdings das Fleisch auflegen kann, muss man mit einer Wartezeit von bis zu einer Stunde rechnen. Tipp: Beim Grillgitter sollte man nicht sparen. Es sollte aus Edelstahl sein, damit es länger haltbar ist.

Gas- oder Elektrogrills: Hier entfällt die lästige Wartezeit. Die Geräte erreichen mit einem Knopfdruck nach wenigen Minuten die optimale und vor allem leicht und schnell regelbare Temperatur.

Auf welchem System aber werden Würste am feinsten? Eine Degustation von Kassensturz letztes Jahr zeigte: Weniger als ein Drittel der 37 Testesser konnte die drei Wurstproben dem richtigen Grill zuordnen.

Auch die Beurteilung des Geschmacks fiel eindeutig aus: Die Wurst vom Holzkohle-Grill schmeckte der Hälfte aller 37 Testesser.

Nur ein Drittel konnte sich für den Elektrogrill erwärmen. Lediglich 6 Degustanten liessen sich von der Wurst vom Gasgrill überzeugen.

Allerdings zeigte eine Untersuchung des Westschweizer Konsumentenmagazins A Bon Entendeur auch: Nur mit einem Elektrogrill entstehen keine gefährlichen Schadstoffe, die übers Fleisch aufgenommen werden.

Darauf müssen Sie beim grillieren achten:

  • Grill auf eine feuerfeste Unterlage stellen.
  • Nur im Freien oder in ausreichend belüfteten Räumen grillieren.
  • Den Grill mindestens 1 Meter von brennbarem Material entfernt aufstellen – und stets beaufsichtigen.
  • Um die richtige Grill-Temperatur zu messen, empfiehlt sich ein Fleisch-Thermometer. Bei etwa 60 Grad ist das Fleisch innen noch rosa, bei etwa 80 Grad ist es durch. Bei Steaks den «Federtest» anwenden: Dazu mit der Gabel auf das Fleisch drücken. Gibt es nach resp. «federt» es, ist es noch roh. Erst wenn es sich fest anfühlt, ist es durch.
  • Fleisch und Gemüse nicht auf dem gleichen Rost grillieren. So kann Öl oder Fett in die Glut tropfen und Feuer fangen: Deshalb besser das Grillgut in eine Schale legen oder in eine Folie packen.
  • Verbrannte Stellen konsequent abschneiden.
  • Bei einem Holzkohlegrill keine Anzündeflüssigkeit nachgiessen. Besser Brennpaste, Würfel und Holzspäne verwenden.
  • Asche mit Wasser löschen oder in einem unbrennbaren Behälter einen Tag lang auskühlen lassen.
  • Bei einem Gasgrill regelmässig die Leitungen und Ventile auf Lecks hin überprüfen. Bei Gasgeruch sofort die Ventile schliessen.

Auf was Sie beim Kauf eines neuen Grills achten müssen und wo Sie am wenigsten dafür bezahlen, erfahren Sie in diesem Saldo-Artikel oder in der aktuellen Saldo-Ausgabe.

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