Renditen aus Mietzinsen dürfen nicht überhöht sein

K-Tipp 02/2019 vom

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Mit seinen beiden Mehrfamilienhäusern in Uster ZH macht ein Vermieter einen hohen Gewinn. Damit könnte er gegen das Recht verstossen – leiden müssen seine Mieter.

Mehrfamilienhaus: 30-tägige Frist fürs Anfechten einer Mietzinserhöhung (Bild: istock)

Mehrfamilienhaus: 30-tägige Frist fürs Anfechten einer Mietzinserhöhung (Bild: istock)

Franz Diermeier (Name geändert) wohnt in ­einer 2½-Zimmer-Wohnung in Uster ZH. Er zahlt pro Monat einen Mietzins von 1052 Franken brutto. ­Während der Mietdauer ­sanierte der Vermieter alle Küchen und Badezimmer seiner beiden Mehrfami­lienhäuser. Daraufhin verlangte er von den Mietern mehr Geld: Diermeier ­sollte neu 1411 Franken zahlen – 34 Prozent mehr als ­zuvor. 

Das wollte sich Dier­meier nicht gefallen lassen: Er focht die Mietzinserhöhung gerichtlich an. Der Ver­mieter musste offenlegen, wie hoch die Nettorendite ist, die er auf seinen Liegenschaften erzielt. Die Be­rechnung ergab, dass er bereits vor der Sanierung mit den Mieteinnahmen eine Rendite von 4,7 Prozent erwirtschaftet hatte (siehe unten).

Zu hohe Rendite ist missbräuchlich

Eine so hohe Rendite ist unrechtmässig: Das ­Bundesgericht hielt bereits mehrfach fest, dass Ver­mieter nicht mehr als ein halbes Prozent Nettorendite über dem aktuellen Referenzzinssatz erzielen dürfen. Der liegt zurzeit bei 1,5 Prozent. Das heisst: Eine Rendite von über 2,0 Prozent ist missbräuchlich. [...]

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