Postfinance behielt den Zins

K-Tipp 20/2018 vom

von

Wer sein Konto bei der Bank auflöst, bekommt unter Umständen den aufgelaufenen Zins nicht ausbezahlt.

Viele Postfinance-Kunden kün­digen ihre Konten, weil die Bank Anfang Jahr neue Gebühren einführt. So müssen die meisten Privatkunden künftig 60 Franken pro Jahr für die Kontoführung zahlen. Die Bank macht aus den Kündigungen offenbar ein Geschäft. Das musste K-Tipp-Leser Enrico ­Bossi (Name geändert) aus Ostermundigen BE erfahren, als er sein Konto kündigte: «Ausgewiesen waren Zinsen von Fr. 5.98. Aber dann stand: ­‹Betrag wird aufgrund ­kleiner ­Betragshöhe nicht aus­bezahlt.›» Die Bank sei doch verpflichtet, auch solche Beträge zu überweisen, sagt Bossi.

Das ist sie in der Tat. Die Postfinance gibt den Fehler zu: «Der Kunde hätte den Zins erhalten sollen. Wir werden ihn überweisen.» Wie es zum Fehler gekommen ist, konnte die Post­finance bis ­Redaktionsschluss nicht ­sagen. Der K-Tipp kennt weitere Fälle, in denen den Kunden mitgeteilt wurde, der Restbetrag werde nicht ausbezahlt.

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Ratenzahlungen: Versandhäuser verlangen zu viel Zins

Steuerbeleg für nicht erhaltenen Zins

Zahlreiche Konto-Auflösungen bei der Postfinance