Post hat weniger Arbeit – kassiert aber trotzdem

K-Tipp 05/2019 vom

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Kaufen Schweizer Kunden in ausländischen Internetshops ein, hat die Post mit dem Inkasso der Mehrwertsteuer oft nichts mehr zu tun. Gebühren erhebt sie dennoch.

Gebühren ohne rechtliche Grundlage: Eine Pöstlerin bei der Arbeit (Bild: Keystone)

Gebühren ohne rechtliche Grundlage: Eine Pöstlerin bei der Arbeit (Bild: Keystone)

Seit Anfang Jahr gilt für den internationalen Versandhandel eine neue Regel: Wenn ein auslän­discher Versandhändler mit Kleinsendungen in die Schweiz pro Jahr mehr als 100 000 Franken Umsatz macht, ist er hier mehrwertsteuerpflichtig. «Seine Lieferungen gelten als In­landlieferungen», hält das Finanzdepartement fest.

Für die Kunden heisst das: Der ausländische Versandhändler belastet ihnen die Schweizer Mehrwertsteuer schon beim Kauf. Amazon.de beispielsweise macht das so. Die Folge: Die Post hat seit Anfang Jahr bei einem Grossteil der Lieferungen mit der Berechnung und dem In­­­kas­­so der Mehrwertsteuer nichts mehr zu tun. Trotzdem hat sie ihre Gebühren nicht gesenkt. Das heisst:

Die Post verlangt weiterhin Gebühren ab einem Warenwert von 65 Franken, wenn die Ware dem Mehrwertsteuer-Normalsatz von 7,7 Prozent unterliegt, und ab einem Warenwert von 200 Franken, wenn die Ware dem reduzierten Satz von 2,5 Prozent unterliegt. Letzteres ist etwa bei Büchern der Fall.

Diese Post-Gebühr beträgt für Lieferungen aus den Nachbarländern pauschal Fr. [...]

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