Panikmache statt kritisches Hinterfragen

saldo 03/2019 vom

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Die Medien lassen gerne und oft Vertreter der Pensionskassenbranche zu Wort kommen. Ihre Aussagen hinterfragen sie nicht. Diese Masche ist auch bei SRF beliebt. Dabei wäre der TV-Sender verpflichtet ­ausgewogen zu berichten.

«Tagesschau»: Befragte Expertin erstellte Studie für Pensionskassenverband (Bild: SHUTTERSTOCK / SRF (MONTAGE))

«Tagesschau»: Befragte Expertin erstellte Studie für Pensionskassenverband (Bild: SHUTTERSTOCK / SRF (MONTAGE))

Journalisten des Schweizer Fernsehens SRF müssen sich bei ihrer Arbeit an die Grundsätze der hauseigenen «Journalismus-Charta» halten. Darin sind hohe Ansprüche an die Berichterstattung formuliert: SRF-Journalisten sollen stets belastende und entlastende Elemente recherchieren. Jede Form von Manipulation oder Verzerrung der Wahrheit mit Hilfe von Bild, Ton und Text ist verboten.

Wenn es um die Berichterstattung zu den Pensionskassen geht, geraten diese Grundsätze chronisch in Vergessenheit. Beispiel «Tagesschau» vom 5. Januar: Dort gab man der Luzerner Professorin Yvonne Seiler Zimmermann ausführlich Gelegenheit, ihre Studie zur angeblichen Umverteilung von Pensionskassengeldern von Jung zu Alt vorzustellen. Was das Millionenpublikum an diesem Samstagabend nicht erfuhr: Seiler Zimmermann hat diese Studie zusammen mit dem Basler Professor Heinz Zimmermann im Auftrag des schweizerischen Pensionskassenverbandes Asip erstellt. Gemäss den Schätzungen der Wissenschafter kommt es zu Umverteilungen von 12 Milliarden (2016) und 7 Milliarden Franken (2017) von Erwerbstätigen zu den Rentnern.

Fakt ist: Es wird zwar viel Geld umverteilt, aber nicht von den Erwerbstätigen zu den Rentnern – sondern zu den Pensionskassen. Grund: Die Beiträge der Versicherten werden zu tief verzinst – weit unter den tatsächlichen Erträgen der Pensionskassen. [...]

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