Neuer Standort für die Stangenbohnen?

K-Tipp Wohnen 02/2019 vom

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«Mein grösstes Problem in meinem kleinen ­Garten sind schwarze Bohnenläuse. ­Sobald sich bei den Stangenbohnen die ersten An­sätze zeigen, vermehren sich die Läuse rasant – und auch die Ameisen. Ich möchte möglichst kein Gift einsetzen – aber biologische ­Mittel haben bisher nichts ­gebracht. Ich ­dünge mit Gartenkompost, gemischt mit ­Rossmist und Kräuterjauche. Brauchen die Bohnen eventuell ­einen Standortwechsel?» Claire Conrad-Apt, Chur GR

Die Schwarze Bohnenlaus überwintert im Eistadium auf den einheimischen Wildsträuchern Pfaffenhütchen (Spindelstrauch) und Schneeball. Im Frühling befallen die Läuse dann die Stangenbohnen. Ich habe Verständnis dafür, dass Sie keine chemischen Mittel einsetzen wollen. Im beschriebenen Fall empfehle ich aber «Belrose». Dieses Produkt sollte man ganz zu Beginn des Befalls einsetzen. Es schont laut Hersteller nützliche Insekten wie Marienkäfer. 

Die Ameisen, die die Blattläuse «melken», sind eine Folgeerscheinung: Mit der Bekämpfung der Läuse geht auch die Zahl der Ameisen deutlich zurück.

Stangenbohnen gehören zu den Gemüsesorten, die nur mässig Dünger benö­tigen. Also ist die Dreifachversorgung mit Kompost, Pferdemist und Kräuter­jauche wohl des Guten zu viel. Pflanzen mit zu grosser Nährstoffzufuhr neigen verstärkt zu Blattlausbefall.

 

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