Möbel-Bausätze: Tipps für Anfänger

Haus & Garten 04/2011 vom 8. November 2011

von Marianne Siegenthaler

Viele Einrichtungshäuser verkaufen Möbel, die man selber zusammenbaut. Für handwerklich Begabte keine grosse Sache, doch wer zwei linke Hände in Sachen Hammer und Schraubenzieher hat, tut sich schwer damit. Mit diesen Tipps sollte das Zusammenbauen klappen.

Ein Tisch ging 1956 als erstes Selbstbaumöbel in die Geschichte ein: «Lövet» von Ikea. Es war das erste Einrichtungshaus, das seine Möbel als Bausatz anbot, um Mon­tage- und Versandkosten zu sparen. Inzwischen sind Möbel-Bausätze vielerorts zu haben. Man kommt schon fast nicht mehr drum herum, auch mal ­einen kleinen Schrank oder ein Regal selber zusammenzuschrauben. Viele Leute tun sich aber schwer damit.

Bevor man sich also ins Selbstbau-Abenteuer stürzt, sollte man ehrlich zu sich selber sein: Schaff ich das? Wenn nicht, kann man die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen. Diverse Möbelhäuser ­bieten diesen Service an. Das kostet zwar extra, aber man spart enorm viel Zeit und kann sicher sein, dass das Möbel ­professionell zusammengebaut wird.


Fürs Zusammenbauen sind meist vier Hände nötig

Wer sich selber ans Werk macht, sollte genügend Zeit einplanen. Je nach Möbel kann es mehrere Stunden dauern, bis dieses fachgerecht zusammengebaut ist. Und idealerweise organisiert man sich eine Hilfskraft, weil manchmal zwei Hände einfach nicht genug sind.


Auspacken
: Schaffen Sie erst mal genügend Platz, um alles übersichtlich auslegen zu können. Auch ein kleines Regal braucht zerlegt schnell einmal zwei Quadratmeter. Danach die Verpackung vorsichtig öffnen, damit nichts kaputt oder ver­loren geht. Sämtliche Kleinteile wie Schrauben legen Sie z. B. in eine grosse Schüssel, damit kein Teilchen aus Versehen entsorgt wird. Tipp: Die verschiedenen Schrauben und Nägel – die sich oft nur in der Grösse unterscheiden – je nach Typ in ­Behälter legen. Am besten versieht man sie mit der ­gleichen Nummer bzw. Be­zeichnung, wie sie in der Materialübersicht der Ge­brauchs­anleitung verwendet wird. So findet man beim Zusammensetzen sofort die rich­tigen Nägel und Schrauben.


Auslegen: Jetzt legen Sie ­alle Möbelteile einzeln aus. Ver­gleichen Sie den Inhalt des Bausatzes mit der Stückliste auf der Anleitung. Damit verschaffen Sie sich einen Überblick. Oft gibt es von Kleinteilen ähnliche Ausführungen, die leicht verwechselt werden  können. Falls etwas fehlt, warten Sie besser mit dem Zu­sammenbau, bis das benötigte Teil vorhanden ist.


Montieren
: Fügen Sie die Teile genau in der Reihenfolge zusammen, wie es die Anleitung vorsieht. Die meisten Fehler beim Aufbauen passieren, weil man der Anleitung vorgreift. Spätestens kurz vor der Fertigstellung realisert man die Verwechslung – und muss alles wieder aus­ein­an­der­schrau­ben, was viel Zeit kostet.

Übrigens: Oft ist das beigelegte Werkzeug für die Mon­tage der Möbel ungeeignet oder unhandlich, weil zu klein. Deshalb immer Hammer und Schraubenzieher bereithalten.


Nachschrauben: Sobald das Möbel zusammengefügt ist, müssen sämtliche Schrauben nachgezogen werden. Damit alles exakt waagrecht oder senkrecht ausgerichtet ist, verwendet man eine Wasserwaage.


Ruhig bleiben
: Versuchen Sie nicht, die Teile mit Gewalt zusammenzubringen. Bohren Sie keine Löcher und drehen Sie Schrauben nur in die vorgesehenen Stellen. Sonst ruinieren Sie möglicherweise das ganze Möbel. 


Wenns gar nicht klappt


Geben Sie auf, wenn Sie merken, dass Sie das Möbel nicht zusammenfügen können. Sammeln Sie alle Teile ein und legen Sie sie an ­einen Ort, wo nichts verloren geht. Falls Sie keinen Heimwerker im Bekanntenkreis haben, lassen Sie einen Schreiner oder Allrounder kommen, der Ihnen das ­Möbel zusammensetzt.

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