Leser Fragen – K-Tipp antwortet

K-Tipp 04/2019 vom

Weshalb staubt die ­Katzenstreu so stark?

«Im K-Tipp-Test von Katzenstreu erhielt das Produkt ‹Bitscat ­Compact Light› aus der Landi bei der Staubentwicklung die Note 5 (Ausgabe 6/2018). Ich habe die Streu zwei Monate lang ausprobiert und musste feststellen: Die Staubentwicklung ist enorm. Ist da beim Test etwas schiefgelaufen?»

Auch dieser Test wurde von einem Fachlabor nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt. Die Testaussage gilt aber jeweils nur für die ­geprüften Produkte. Die Qualität von Katzenstreu kann schwanken, da es sich um ein Naturprodukt handelt. Und je nach Transportart und -dauer sowie der Lagerung (Luftfeuchtigkeit, Temperatur etc.) kann die Streu in der Ver­packung mehr oder weniger stark zerbröseln, was bei Gebrauch dann zu einer deutlich stärkeren Staub­entwicklung führt.

Ist Glykol für Menschen und Tiere gefährlich?

«In Enteisersprays und ­Autokühlwasser für den Winter ist in der Regel das ­Frostschutzmittel Glykol ­enthalten. Ist das für Menschen oder Tiere giftig?»

Zu hohe Glykol-Dosen können vor allem Leber und Nieren schädigen sowie Herz-Kreislauf-Störungen verursachen, wenn sie über den Mund aufgenommen werden. Laut Bundesamt für Gesundheit ist die Gefahr einer Vergiftung durch Glykol bei Menschen deutlich grösser als bei Tieren. Das Bundesamt empfiehlt deshalb, glykolhaltige Produkte ausserhalb der Reich­weite von Kindern aufzubewahren.

Sind zerkratzte Pfannen ein Gesundheitsrisiko?

«Wann sollte man eine ­beschichtete Bratpfanne ­ersetzen?»

Kleinste Teflon- und Keramikteilchen, die man über gebratene Speisen aufnimmt, sind ungefährlich, weil sie wieder ausgeschieden werden. Trotzdem sollte man eine beschichtete Bratpfanne ersetzen, sobald der Aluboden unter dem Teflon- oder Keramikbelag sichtbar wird. Denn es könnte Aluminium ins Essen geraten. Und in hohen Dosen kann der Stoff der Gesundheit schaden. Hinzu kommt: Ist eine Bratpfanne mit Antihaftbelag zerkratzt, geht die Wirkung verloren – und das Essen brennt schneller an. «Saldo» (1/2019) hat vor kurzem beschichtete Bratpfannen getestet.

Wie werden die Fugen ­wieder weiss?

«Ich habe in meinem Haus helle Bodenplatten mit weissen Fugen. Leider sind diese mit der Zeit schwarz geworden. Gibt es einen Trick, wie die Fugen wieder schön weiss werden?»

Normale Mörtelfugen bestehen aus porösem Material, das sich mit der Zeit mit Feuchtigkeit und Schmutz vollsaugen kann. Für die Reinigung gibt es diverse Hausmittel: Mit ­einer Zahnbürste und einer selbstgemachten Putzpaste aus Backpulver und Wasser, Zahnpasta oder Nagellack kann man dem Schmutz zu Leibe rücken. Dabei besteht ­allerdings die Gefahr, dass die ­Mörtelfugen angegriffen und ­bröcklig werden. Sehr effizient sind Dampfreiniger. In Bau- und Hobbymärkten gibt es zudem spezielles Fugenweiss, mit dem man die ­Stellen nachziehen kann. 

Ist Backofenreiniger auch für Alufelgen geeignet?

«Zur Reinigung von Alufelgen hat mir ein Freund Backofenreiniger empfohlen. Damit würden auch stark verdreckte Autofelgen ­wieder blitzblank. Was ist davon zu halten?»

Backofenreiniger enthalten aggressive Chemikalien, damit sie auch gegen hartnäckige Verkrustungen ankommen – zum Beispiel Natrium­hydroxid. Dieser Stoff wirkt stark ätzend und kann Metalloberflächen angreifen. Deshalb ist er für Alufelgen nicht geeignet. In der Regel genügt es, die Felgen mit lau­warmem Seifenwasser und einer weichen Bürste zu reinigen. Bei gröberem Schmutz hilft ein Hochdruckreiniger.

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