Leser Fragen – K-Tipp antwortet

K-Tipp 05/2016 vom

«Ungeschälte Mandeln gelten als gesunder Snack. Wenn sie aber geröstet und gesalzen sind, gelten sie als heikel. Wie lässt sich das erklären?»

Rohe Nüsse enthalten viele gesunde, ungesättigte Fettsäuren, die jedoch hitzeempfindlich sind. Deshalb können sie beim Rösten zerstört und in ungesunde Transfette umgewandelt werden. Zudem zerstört Hitze auch Vitamine. Salz in grossen Mengen gilt als ungesund, weil es blutdruckerhöhend wirken kann. Fazit: Rohe Mandeln mit Schale sind für die Gesundheit am besten.

«Werden bei UHT-Getränken alle wertvollen Bakterien abgetötet?» 

UHT bedeutet ultrahocherhitzt. Die Milch wird auf 135 bis 155 Grad erhitzt. Damit werden sämtliche Keime abgetötet. Ist eine Packung UHT-Milch nicht angebrochen, darf sie deshalb ungekühlt aufbewahrt werden und ist mehrere Monate haltbar. Selbst abgelaufene UHT-Milch liesse sich verschlossen bedenkenlos trinken. Der Geschmack der Milch würde sich allerdings mit der Zeit verändern. Insofern enthält UHT-Milch weder positiv noch negativ wirkende Bakterien. 

Eine geöffnete UHT-Packung ist im Kühlschrank nicht länger haltbar als andere Milch. Bei den Vitaminen schneidet die UHT-Milch im Vergleich zur Pastmilch übrigens gar nicht so schlecht ab: Sie enthält hauptsächlich die Vitamine A, B12 und E – und damit fast gleich viele Vitamine wie normale Milch.

«Wegen des Preisaufschlags der Swisscom beim Prepaid-Handy will ich den Anbieter wechseln. Ich bin jedoch oft im Bündnerland. Wie stelle ich fest, ob ich mit dem Prepaid einer anderen Telecomfirma Empfang habe?» 

Die drei grössten Netzbetreiber, Swisscom, Sunrise und Salt, publizieren im Internet ihre Ab­dec­kungs­karten. Diese Selbstdeklarationen geben allerding nur einen ungefähren Anhaltspunkt, ob am gewünschten Ort der Empfang gut ist. So ist er etwa in Häusern mit dicken Mauern oft viel schlechter als auf der Karte angegeben. Die Karten finden Sie unter

«Auf Brot-Verpackungen habe ich gelesen, dass Zucker enthalten ist. Ist das erlaubt?»

Viele Brote enthalten Zucker. Allerdings nicht, weil er zugesetzt wurde, sondern weil Mehl natürlicherweise Zucker enthält. Der Zusatz von Zucker ist nur bei Spe­zialbroten wie Fünfkorn-, Früchte- oder Toastbrot erlaubt. Dadurch werden die Brote süsser, oder die Kruste scheint brauner. Dem Weiss-, Halbweiss-, Ruch- und Vollkornbrot darf kein Zucker zu­gesetzt werden.

«Aufgewärmter Reis kann eine Lebensmittelvergiftung aus­lösen. Wie sieht es bei gekochtem Reis aus – zum Beispiel für Salat?»

In erster Linie ist die Art der Aufbewahrung vor der Weiterverwendung entscheidend. Problematisch ist die Lagerung bei Zimmertemperatur. Die Keime vermehren sich ab 10 Grad besonders schnell. Solange Sie den Reis am Vortag schnell abgekühlt und im Kühlschrank gelagert haben, sollte sich ein Reissalat problemlos machen lassen.

«Sind Gemüse-Chips aus Zucchetti, Peperoni, Rüebli usw. gesünder als Kartoffel-Chips?»

Die deutsche Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat kürzlich Gemüse-Chips getestet: Fast alle Produkte hatten mehr als 30 g Fett pro 100 g Chips. Das sind ähnlich grosse Mengen, wie sie der K-Tipp bei Paprika- und Nature-Chips aus Kartoffeln gemessen hat (Ausgabe 3/16). Die K-Tipp-Werte lagen bei rund 23 bis 37 g Fett pro 100 g. ­Fazit: Ob Gemüse- oder Kartoffel-Chips – die Unterschiede im Fett- und Kaloriengehalt sind nur gering. 

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