Kassenzettel können Fruchtbarkeit beeinträchtigen

23. August 2010

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Die Chemikalie Bisphenol A kommt in Verpackungen, WC-Papier oder Kassenzetteln vor. Laut einer neuen US-Studie kann der Stoff die Spermienqualität vermindern.

Bisphenol A (BPA) ist allgegenwärtig. Die Chemikalie kommt etwa in Schoppen, Nuggis, Getränke- und Konserven-Dosen, WC-Papier oder Kassenzetteln vor. Die hormonähnliche Chemikalie steht in Verdacht, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Weiter soll BPA das Erbgut schädigen und die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Nun haben Forscher der Universität Michigan die Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Männern in einer Studie untersucht. Bisher basierte der Verdacht auf Tierversuchen. Das Resultat: In 89 Prozent der Urinproben konnte BPA nachgewiesen werden. Und: Je höher der BPA-Gehalt im Urin, desto tiefer war die Zahl und die Qualität der Spermien.

Auf Kassenzetteln aus Thermopapier wurden hohe Konzentrationen an BPA gefunden. Zudem gibt es Hinweise, dass BPA auch über die Haut in den Körper gelangen kann. Bei den grössten Detailhändlern Migros und Coop ist das Thema bekannt. Coop ist «auf der Suche nach Alternativen». Migros stützt sich auf die Aussagen des Bundesamtes für Gesundheit. Das Amt betrachtet das Risiko, das von Thermopapier ausgeht, als gering.

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