In jeder dritten Probe zu viele Bakterien

K-Tipp 02/2013 vom

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Die K-Tipp-Leser­aktion zeigt: Knapp ein Drittel von 600 Trinkwasserproben war unhygienisch. 40 Proben waren sogar mit sehr vielen Bakterien belastet.

Testen Sie Ihr Trinkwasser!» Der K-Tipp gab seinen Lesern im Oktober eine günstige Gelegenheit zur Analyse des Wassers, das aus den Hahnen ihres Haushalts fliesst (K-Tipp 18/2012).   

Der Hintergrund für die Aktion: Man hatte fest­gestellt, dass mangelhaft durchgeführte Rohrsanierungen mit ­Epoxidharz immer wieder zu Verunreinigungen des Trinkwassers geführt haben. In der Zeitschrift des Hauseigen­tümerverbands riet der Schaffhauser Kantons­chemiker Kurt Seiler deshalb zur «Zurückhaltung» bei Wasserrohrsanierungen mit Epoxidharz. Bei dieser Methode werden alte Leitungen nicht ersetzt, sondern inwendig mit dem Kunststoff beschichtet.   
 
An der K-Tipp-Leser­-ak­tion nahmen über 600 Haushalte teil: Das spezialisierte Labor Simec untersuchte die Wasserproben auf ihre Gesamtkeimzahl und Rückstände von organischem Kohlenstoff. Das Ergebnis:

  • Keimzahl: Bis 300 Keime pro Milliliter dürfen laut Gesetz im Trinkwasser sein. Die meisten dieser Bakterien sind unbedenklich. Je höher der Wert, desto eher läuft man aber Gefahr, ­einen krankmachenden Keim zu erwischen. Bei rund einem Drittel der Proben war die Gesamtkeimzahl zu hoch. In 40 Fällen war der Wert sogar um das Zehn­fache überschritten.     
  • Kohlenstoff: Oganischer Kohlenstoff kann ein Zeichen sein für die Verschmutzung des Wassers mit chemischen Fremdstoffen. Laut Simec-Experte Andreas Sigrist sollte ein Liter Wasser nicht mehr als 1,5 Milligramm Kohlenstoff enthalten. Hohe Werte können auf ein veraltetes oder schlecht saniertes Leitungssystem hindeuten. In rund einem Drittel der Proben konnte das Labor Kohlenstoff nachweisen. 20 Proben lagen über dem kritischen Wert. 



Gründe für belastetes Trinkwasser

  • Verschmutzter Wasserhahn
  • Unsauberes Sieb am Wasserhahn
  • Tote Leitungen im Netz, in denen das Wasser stehen bleibt und verkeimt
  • Wasserfilter gegen Sand, Rost und Schmutzpartikel, die nicht rechtzeitig ausgewechselt wurden
  • Nicht korrekt gewartete Aufbereitungsanlagen
  • Zu nahe beieinander montierte Warm- und Kalt­wasserleitungen
  • Fehlerhafte Rohrsanierungen
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