Generali: 3a-Sparen mit Nachteilen

K-Geld 01/2019 vom

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Vorsorge. Seit der Bankenkrise sind die Zinsen im freien Fall. Das trifft auch Sparer, die in die Säule 3a auf Zinskonten einzahlen. Wer mit Vorsorgegeld eine anstän­dige ­Rendite erzielen möchte, dem bleibt zurzeit nur das riskan­tere Aktiensparen. Viac, eine Marke der WIR-Bank, hatte 2017 mit einer fast 100-prozentigen Aktienlösung und tiefen Gebühren im Vorsorgemarkt für frischen Wind gesorgt (K-Geld 2/18).

Nun zieht der Versicherer Generali nach. Auf 3a.generali.ch können Interessenten einen Fragekatalog beantworten. Generali schlägt dann eine Anlagestrategie für die 3a-Vorsorge vor. Auch bei Generali kann man fast 100 Prozent auf Aktien ­setzen. Erstaunlich: Sogar bei konservativen Antworten wird immer ein Aktienanteil von 50 Prozent vorgeschlagen – statt etwa 25 Prozent, was ebenfalls angeboten wird.

Im Vergleich zu Viac hat die 3a-Lösung von Generali Haken. So müssen Kunden für 96 Franken  pro Jahr eine Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit abschliessen. In den ­Werbeunterlagen vergleicht Ge­nerali die Kosten ihrer Produkte mit jenen anderer Verkäufer. Im Vergleich fehlt ­jedoch Viac. Die Verwaltungskosten bei Generali ­betragen 0,75 Prozent pro Jahr, bei Viac nur 0,53 Prozent. Generali sagt dazu: Basis für die eigene ­Werbung seien Daten des Vergleichsdienstes Moneyland – und dort sei Viac nicht aufgeführt.

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