Ganz dicht unter Wasser

K-Tipp 12/2001 vom

Besser einkaufen: So finden Sie die passende Schnorchelausrüstung

Nasenerker, Ausblas-Membran, Silikon: Über Sicherheit und Komfort von Taucherbrille, Schnorchel und Flossen entscheiden Material und technische Details. Probieren Sie die neue Ausrüstung vor dem Kauf unbedingt an.

Thomas Vonarburg thvonarburg@ktipp.ch

Lassen Sie sich nicht von einem chicen Design und exotischen Produktenamen blenden! Ausschlag- gebend bei Tauchermaske, Schnorchel und Flossen - der so genannten ABC-Ausrüstung - ist vielmehr die perfekte Passform, weshalb man sich diese Utensilien besser nicht schenken lässt.

«Bereits im Geschäft können Kunden leicht herausfinden, ob die Maske unter Wasser dicht hält», erklärt René Sutter, Leiter des Tauchsport-Geschäfts Turicum in Zürich: «Brille locker auf das Gesicht drücken und durch die Nase einatmen. Saugt sich die Brille gut an, ohne dass man sie festhalten muss, passt sie - und es wird auch kein Wasser eindringen.»

Bei den Brillen für Hobbytaucher unterscheidet man zwischen Einglasmasken und der zweigeteilten Brille (beide Typen immer mit Nasenerker für den Druckausgleich).

Besser als Gummimasken sind solche aus Silikon: Sie sind hautverträglicher, geschmeidiger und werden weniger schnell spröde.

Gute Masken kosten zwischen 60 und 120 Franken.

Ein häufiges Ärgernis beim Schnorcheln ist das Beschlagen der Brillengläser. René Sutter rät:

- Reinigen Sie die Maske nach dem Kauf gründlich mit Seifen-Spülmittel.

- Lassen Sie die Brille vor dem Tauchen nicht in der Sonne liegen oder kühlen Sie sie im Wasser zuerst ab.

- Reiben Sie das Glas der Maske vor dem Tauchen mit Spülmittel ein und spritzen Sie die Brille danach gründlich mit Wasser ab; Fensterputzmittel auf Alkoholbasis eignen sich nicht, sie greifen Silikon und Gummi an.

Wirksam sind auch spezielle Anti-Beschlagmittel («Antifogger» und ähnliche), die im Tauch- und Auto-Fachhandel erhältlich sind.

- Sie können auch auf bewährte Hausmittel zurückgreifen: Reiben Sie das Glas mit Zahnpasta ein und lassen Sie es trocknen, dann können Sie es mit weichem Tuch abrubbeln; Spucke, rohe Kartoffelscheiben, Tabakkrümel oder Coca-Cola tuns übrigens auch (leicht einreiben und ausspülen).


Der Schnorchel darf nirgends drücken

Ein guter Schnorchel (Kostenrahmen: 15 bis 80 Franken) zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man ihn bei Gebrauch weder im Mund noch am Kopf spürt. Auf keinen Fall sollten Sie Taucherbrillen mit integriertem Schnorchel verwenden, weil sich Wasser mit der Nase nur sehr schwer ausblasen lässt - mit dem Mund geht dies viel einfacher.

Die ABC-Ausrüstung sollten Sie nicht unnötig lange der Sonne aussetzen, denn der Gummi härtet bei Hitze aus. Folge: Die Tauchermaske dichtet nicht mehr richtig ab, Schnorchel und Flossen verlieren ihre Geschmeidigkeit. Flossen sollten Sie nach Gebrauch nicht zusammengedrückt lagern, weil sie sich sonst stark verformen.


Sonnencreme und Salzwasser abspülen

- Pflege-Tipps: Gute Masken lassen sich zum Reinigen zerlegen (vor allem gegen Schimmelpilz in den Ritzen). Vor dem ersten Gebrauch muss man Maske, Schnorchel und Flossen mit Seifenwasser reinigen und gut ausspülen. Später öfters wiederholen, dabei auch Sonnencreme entfernen.

- Für die Ferien gilt: Die ganze ABC-Ausrüstung sollten Sie nach jedem Tauchgang (vor allem im Meer) mit Süsswasser ausspülen und im Schatten trocknen lassen.

- Sicherheits-Tipp: Selbst wenn Sie ein sehr guter Schwimmer sind - schnorcheln Sie nie alleine! Halten Sie mit Ihrem Tauchpartner regelmässig Augenkontakt, um eine allfällige Notsituation rechtzeitig zu erkennen. Und lassen Sie das Schnorcheln an Stellen, wo Surfer und Boote unterwegs sind, besser bleiben.

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FLOSSEN - Kurz und weich oder lang und hart?

Zum ungetrübten Schnorchel-Vergnügen gehören passende Flossen. Das müssen Sie wissen:

- Schwimm- oder Fersenbandflossen: Für Hobbyschnorchler tuns einfache, so genannte Schwimmflossen mit geschlossenem Fussteil, in die man barfuss schlüpft. Wer öfters und länger taucht und sich gegen Druckstellen und Blasen schützen will, benützt dünne Socken (beim Kaufen mitnehmen!). Oder aber man wählt spezielle Fersenbandflossen und dazu Füsslinge aus isolierendem Neopren (praktisch mit Reissverschluss).

- Anprobe im Sitzen: Die Flossen müssen auch bei Wasserdruck so passen, dass sie nicht gleich vom Fuss rutschen (leichter Zug auf Fersenteil nötig). Jedoch brauchts im Ristbereich Freiraum, weil sonst der Fuss schnell «einschläft». Tipp: Flossen sitzend und möglichst morgens anprobieren, wenn die Füsse noch am schlanksten sind.

- Je fitter, desto härter: Lange, breite und harte Flossenblätter bringen zwar viel Schub, erfordern aber viel Kraft. Deshalb müssen bei der Wahl der Blatthärte Körpergewicht und Trainingszustand des Trägers berücksichtigt werden. Faustregel: Je fitter und grösser ein Taucher, desto länger, breiter und härter die Flossen. Um Krämpfe zu vermeiden, benötigen Anfänger eher kurze und weiche Flossen. Seitenverstärkungen verhindern, dass das Blatt einknickt. Das Flossenblatt sollte leicht vom Fuss abgewinkelt, das Fussbett möglichst weich sein. Mit speziellen Schuhspannern bleibt der Fussteil der Flossen auch nach Gebrauch in Form.

- Ab 25 Franken: Gute Flossen kosten zwischen 25 und 80 Franken.
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