Fitnessarmbänder: Ungenaue Bewegungssensoren

saldo 13/2013 vom

Fitnessarmbänder sollen Bewegungsmuffel zu mehr ­Aktivität motivieren. Denn zu wenig Bewegung ist schädlich: Laut der Weltgesundheits­organisation WHO sterben an den Folgen jedes Jahr 3,3 Mil­lionen Menschen.

Fitnessarmbänder zählen die Schritte, errechnen den Kalorienverbrauch, überwachen Schlafphasen und haben einen integrierten Wecker. So funktionieren sie:

  • Man kann die Bewegungsziele vorgeben, die man erreichen will. Zum Beispiel 10 000 Schritte pro Tag.
  • Der Bewegungssensor im Armband misst Bewegungen und zeichnet sie im internen Speicher auf.
  • Einige Armbänder zeigen an, ob man das Tagesziel schon erreicht hat. Will man die Daten auswerten, schliesst man das Armband an Smart­phone, Tablet oder Computer an. Sinnvoll nutzen lassen sich die Geräte nur mit passender Software.
  • Die Armbänder belohnen erreichte Ziele mit Blinken und Vibrieren. Via App erhält man zudem virtuelle Medaillen und Auszeichnungen.

Die Zeitschrift «Computer Bild» hat bei drei beliebten Fitnessarmbändern geprüft, wie genau sie arbeiten und wie sinnvoll sie sind. Keines erhielt eine gute Note. Der Grund: Ihre Bewegungssensoren messen zu ungenau.


Die beste Beurteilung im Test erreichte:

  • Fitbit Flex (Fr. 119.–, Gesamturteil «befriedigend»).

Der Testsieger überzeugte noch am ehesten – mit vielen möglichen Zielvorgaben und guter Überwachung der Aktivität.
Lediglich «ausreichend» schnitten ab:

  • Jawbone Up (Fr. 149.–)
  • Nike Fuelband (Fr. 199.–).

Das Jawbone Up gibt keine direkte Rückmeldung ab und muss umständlich via Kabel synchronisiert werden. Beim Nike Fuelband wird die Aktivität in «Fuel» angezeigt. Wie dieser Wert in Kilokalorien umgerechnet wird, verrät Nike leider nicht.

Quelle: «ComputerBild», Ausgabe 16/2013, www.computerbild.de.

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