Filmtipp: Industrie vertuscht Gentech-Gefahr

saldo 05/2014 vom

von

Ein US-Dokumentarfilm zeigt, dass gentechnisch veränderte Nahrungsmittel krank machen können.

Die Trickfilmwerbung für gentechnisch veränderten Mais beginnt harmlos: Ein Insekt landet auf ­einem Maiskolben und beginnt zu fressen. Plötzlich bläht sich sein Bauch auf. Es fällt auf den Rücken und stirbt. Die Botschaft: Gentech schützt den Mais vor Schädlingen.

Der US-Film «Der Gen-Food-Wahnsinn» geht der Frage nach, ob gentechnisch veränderte Pflanzen nicht nur Schädlinge töten, sondern auch für Menschen gefährlich sind. Das erschreckende Fazit: In den USA wird Genmais seit 1996 angebaut und verkauft. Seitdem hat die Zahl von Patienten mit Magen- und Darmentzündungen, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen deutlich zugenommen. Studien zeigen, dass der insektenresistente Mais bei Menschen poröse Darmwände zur Folge hat. So gelangen giftige Stoffe aus dem Darm in den Blutkreislauf. Das löst allergische Reaktionen aus. Für die interviewten Wissenschafter ist klar: Gentech-Lebensmittel sind mitverantwortlich für die Ausbreitung von Allergien und chronischen Erkrankungen. 

Ein weiteres Beispiel: In den USA stieg die Zahl der an Milchdrüsenkrebs erkrankten Frauen innert fünf Jahren um 55 Prozent. Experten vermuten einen Zusammenhang mit dem Konsum von Milch von Kühen, denen gentechnisch erzeugte Hormone verabreicht wurden. Der Agro-Konzern Monsanto reagierte prompt auf die schlechten Nachrichten: Er verhinderte in vielen US-Staaten, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel speziell gekennzeichnet sind.

Der Film ist ein Plädoyer für gentechfreie Nahrung – und brandaktuell. In der EU steht zurzeit ein Gesetzesvorschlag zur Diskussion, der den Anbau von Gentech-Mais erlauben würde. 

«Der Gen-Food-Wahnsinn.» Ein Film von Jeffrey Smith. USA 2012, 86 min. Tiberius Film 2014.

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Buchtipp: Kurze Geschichte der Ökonomie

Fast Food und Süsses im Kinderprogramm

Die Zahl: 160

Aktuelles Heft

Krankenkasse: Kosten sparen

Krankenkasse: Initiative zum Kostensparen

Neue Initiative: Kantone sollen einheitliche Prämien festlegen können. Damit würden die Kosten gesenkt.
Hier gehts zum Artikel
Hier Unterschriftenbogen herunterladen

Schritt für Schritt zum richtigen Körpergewicht

SBB-Sauberkeit

Übervolle Abfallkübel, verdreckte Waggons: Viele SBB-Züge werden tagsüber kaum gereinigt (siehe Artikel im K-Tipp).

Aktuelles Heft

Aktuelle Ratgeber

Swisscom

Hier Musterbriefe zu den Vertragsänderungen herunterladen:
Ablehnung Swisscom Datenschutzerklärung
Ablehnung aller Swisscom Vertragsänderungen

Aktuelle Tests

Unsere Handy-Apps

Testsieger App K-Tipp

Testsieger für Apple und Android

E-Nummern App

E-Nummern für Apple und Android

Budget Alarm App

Kostenloser Budget-Alarm für Apple und Android

Hochpreis

Aktuelle Merkblätter

Aktuelle Musterbriefe

Kostenloser Ratgeber für Menschen mit Behinderung

Schlüsselfundmarke