Falle für Gewerbler

K-Tipp 17/2003 vom | aktualisiert am

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Täglich gehen aggressive Anzeigenverkäufer auf Kleingewerbler los und schwatzen ihnen teure Werbeverträge auf. Viele Opfer klagen, man habe sie reingelegt.

Bitte umgehend zurückfaxen», steht - von Hand geschrieben - auf dem Fax, das in den letzten Monaten an Kleinfirmen ging. Wenige Minuten zuvor hatte jeweils eine Mitarbeiterin der Zürcher Firma «Incom Agentur für Stadtmarketing» angerufen: Falls keine Inserateschaltungen mehr erwünscht seien, solle man das Papier rasch unterschreiben und zurückfaxen.

Viele Gewerbler haben das gemacht - zumal eine weitere handschriftliche Bemerkung lautet: «Es erfolgen keine weiteren Anzeigen mehr. Aktion bleibt wie besprochen einmalig. Vorgang ist hiermit abgeschlossen.»

Doch Anruf und Fax waren eine Falle - wegen des Kleingedruckten: Dort steht, dass es sich beim Papier um einen Auftrag handelt - und zwar für ein Firmeninserat in einer nicht näher bezeichneten «Info-Broschüre» von Incom. Zahlreiche Opfer haben das überlesen.

Nun haben etliche Gewerbetreibende eine Rechnung über 800 bis 1200 Franken im Haus - und viele beklagen sich, man habe sie reingelegt. Sie alle hatten das Gefühl, mit der schnellen Unterschrift ein Inserat zu verhindern und Kosten zu vermeiden. Doch sie sind reingefallen, weil sie im Gegenteil - ungewollt - einen Auftrag erteilten.

Die Masche scheint erfolgreich zu sein. Der K-Tipp weiss, dass auf dem Bankkonto der Incom im Schnitt zehn Zahlungen pro Woche eingehen.

Der Incom-Geschäftsinhaber Harun Demirci weist den Vorwurf, seine Verkaufsmethode sei hinterhältig, zurück: «Bei allen Gewerbetreibenden ist vorher ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin von uns vorbeigegangen und hat die Sache besprochen.»

Nur: Keiner der Kleingewerbler, die sich beim K-Tipp über die Incom-Verkaufsmethode beschwert haben, kann sich an einen solchen Besuch erinnern. Zum Beispiel eine Elektrofirma aus dem Thurgau: Am Telefon sagte Incom-Chef Demirci dem K-Tipp, dort sei «eine Frau Heinze» vorbeigegangen. Der Firma selber schrieb Demirci, der «zuständige Mediaberater» habe die Sache «vor Ort» präsentiert. Doch die Inhaber der Elektrofirma bestreiten das.

Irreführende Angaben, falsche Versprechen

Dass ein Besuch stattgefunden hat, verneinen auch der Inneneinrichtungs-Spezialist Markus Moser aus Wohlen AG, der Käser Peter Egger aus Istighofen TG sowie die Karosserie-Inhaberin Marina Jufer aus Murgenthal AG.

Schriftliche Unterlagen über die angeblichen Besuche kann die Incom nicht liefern.
Dafür hat die Firma dem K-Tipp eine Broschüre geschickt, in der Anzeigen von Kleinfirmen abgedruckt sind. Sie heisst «Das Internet» und bietet auf 13 Seiten lapidare Infos über das Internet, die nichts bringen. Die restlichen 19 Seiten sind vollgestopft mit Inseraten von kleinen Betrieben aus dem ganzen schweizerischen Mittelland von Frauenfeld TG über Schiers GR bis Reinach BL.

Einer der Inserenten ist Ralph Spillmann von der Schreinerei Wenger in Reinach BL. «Das Inserat hat mir gar nichts gebracht», sagt er.

Unzufrieden äussern sich auch elf weitere Inserenten, mit denen der K-Tipp gesprochen hat. Sie sagen mehrheitlich, man habe sie hereingelegt - und das Inserat habe ihnen nichts genützt.

Incom-Chef Demirci betont, diese überregionale Broschüre sei in einer Auflage von 30000 Exemplaren gedruckt und zur Gratisverteilung an Post- und Gemeindeschaltern abgegeben worden.

Weiter sagte Demirci am Telefon zum K-Tipp, er überlege sich einen Rückzug aus diesem Geschäft. Das wäre an sich eine gute Nachricht - doch Firmen, die Gewerbler mit Inseraten in angeblich «werbewirksamen» Publikationen übers Ohr hauen wollen, gibt es noch genug. Die Zahl dürfte irgendwo zwischen 10 und 20 liegen:

  • Ähnlich wie Incom operiert der DWD Design Werbedruck Verlag aus dem deutschen Nieder-Wiesen.
  • Die Admen Mediaplus AG aus Luzern verlangt rund 2000 Franken für Inserate in der Grösse 5 x 7 cm auf «Regional-Karten». Die Auflage betrage «mindestens 500 Exemplare». K-Tipp-Leserin Lisa Monica Graf aus Wabern BE sagt, man habe sie mit irreführenden Angaben und falschen Versprechen geködert.
  • Die A. C. Medien & Druckgestaltung aus Basel verlangt 1500 Franken für Anzeigen in «Informationskalendern» mit einer Auflage von «einhundert Stück».
  • Praktisch wortgleich wie bei A. C. sind Verträge der Senator Marketing aus Baden AG. Hier kosten 6 x 10-cm-Inserate auf «Bereichskarten» 1500 Franken.

 

Zahlen, bevor das Inserat erscheint

Auch das GMV Druck- und Grafikstudio aus Genf versucht, Kleingewerblern Inserate in «geographischen Plänen» unterzujubeln. Community Marketing aus Zug fragt Gewerbler am Telefon, ob ihre Anschrift noch stimme; man solle das per Fax bestätigen. Wer das bestätigt, gibt ungewollt eine Anzeige in Auftrag.

K-Tipp-Leserin Evelyne Herren aus Bremgarten AG berichtet, man habe ihr bewusst den Eindruck vermitteln wollen, sie habe es mit der seriösen Firma Publicitas zu tun. Und es gehe um die offizielle Gemeindebroschüre von Bremgarten - was aber bei Community Marketing nicht der Fall ist. Gerade solche irreführende Hinweise auf offizielle Gemeindebroschüren sind typisch für die Branche.

- Bei den aufgezählten Firmen ist immer Vorauskasse verlangt - Zahltermin ist also noch vor Erscheinen des Inserats. Dies ist auch bei der Proinfo aus Lohn SO der Fall. Über diese Firma hat der K-Tipp schon 1998 berichtet: Ihre Publikationen seien inhaltlich dürftig, Inserenten fühlten sich damals verschaukelt.

- In diesem Zusammenhang noch zu erwähnen ist die Firma Media Swiss (sie hiess früher Afuag), die Einträge in einem Internet-Branchenverzeichnis verkauft. Auch hier beklagten sich Gewerbler, die Verkäufer hätten falsche Angaben gemacht (siehe K-Tipp 10/02 und 10/03).

- In Nummer 20/02 berichtete der K-Tipp über Gewerbler, die sich von der Firma Euronetcity hintergangen fühlten.

- Ein permanentes Ärgernis für Unternehmer sind die so genannten Registerhaie, die Ahnungslosen teure Einträge in nutzlosen Branchenregistern verkaufen wollen.

Die berüchtigsten Registerhaie heissen Printem, NMC-Register «für Handel und Industrie», GHI-Register «für Gewerbe, Handel und Industrie», WSC Handel- und Wirtschaftsinformation, Online-Verlag sowie IFWP Institut für Wirtschaftspublikationen.
Nicht vorschnell unterschreiben!

Das sind wichtige Tipps für Gewerbler im Umgang mit Inserateverkäufern.

  • Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Seriöse Vertragsverhandlungen brauchen Zeit.
  • Machen Sie keinen Termin mit Verkäufern ab, sondern lassen Sie sich Unterlagen zuschicken.
  • Schliessen Sie keine Verträge per Fax ab. Unterschreiben Sie keine bereits ausgefüllten Formulare.
  • Geben Sie keine Inserate in Auftrag, die im Voraus zahlbar sind. So operieren nur unseriöse Firmen. Bei seriösen Firmen ist die Rechnung erst zahlbar, wenn das Inserat erschienen ist und ein Belegexemplar vorliegt.
  • Verträge sind einzuhalten. Unter Gewerbetreibenden gibt es kein siebentägiges Rücktrittsrecht, wie das Konsumenten bei Haustürgeschäften haben. Ohne finanzielle Folgen können Sie den Vertrag nur anfechten (innert einem Jahr), falls der Verkäufer Sie absichtlich irregeführt hat. Kommt es dann aber zum Prozess, müssen Sie vor Gericht beweisen können, dass man Ihnen beim Vertragsabschluss etwas vorgetäuscht hat.
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Kommentare

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von Robert Hoffmann am
15.09.2014, 00:52

Vorsicht Falle. Die Schweizer Gesetzgebung lässt bei Verträgen von Gewerblern kein Rücktrittsrecht zu.

Vorsicht Falle. Die Schweizer Gesetzgebung lässt bei Verträgen von Gewerblern kein Rücktrittsrecht zu. Wir haben nach einem Tag gekündigt und die Kündigung wird nicht akzeptiert. Wenn Sie einen Vertrag mit den nicht eingeladenen Vertretern dieser Firma unterschreiben kommen Sie nie wieder raus aus dem Vertrag. Wenn Sie den Vertrag beenden wollen werden Sie vors Amtsgericht Zuzwil gezogen! Diese Firma setzt auf die Lücke in der Gesetzgebung und nimmt so viel Geld ein von den Kunden die auf die ungebetenen Besuche der Vertreter reinfallen! Wir suchen eine Interessengemeinschaft von Geschädigten zu bilden. Sie finden den Aufruf dazu unter: Google Suche Uhrmachermeister Sarnen und dann auf der Webseite Home drücken. Es gibt viele Geschädigte. Im K-Tipp werden Sie es finden. Wir freuen uns wenn Sie sich beteiligen.

von Manfred77 am
09.04.2012, 12:51

Firmengate 24

@Pol0815
genau das musst du machen!
Einfach warten!

von Pol0815 am
08.12.2011, 09:47

Firmengate24.ch

Auch mir ist es leider so ergangen wie Manfred77 und Mikula. Was habt Ihr jetzt gemacht? Ich habe gestern einen Anruf bekommen, dass sie die Rechnung an ein Inkassobüro weiterleiten werden soll... Kann man da rechtliche Schritte unternehmen oder soll man einfach warten bis die Betreibung kommt und dann Rechtsvorschlag erheben?

von Manfred77 am
19.08.2011, 09:54

Web Index AG / Firmengate24.ch

@Mikula bin in der gleichen Situation! Mir wurde dieser Fax zugeschickt und daraufhin wurde ich telefonisch kontaktiert! Ich habe dieser aufdringlichen Dame deutsch und deutlich gesagt das wir nicht Interessiert seien! Sie meinte nur das sei kein Problem einfach den FAX unterschreiben und dan wäre die Sache für uns erledigt! Inzwischen habe ich nach der Offiziellen Rechnung schon die 1. sowie 2. Mahnung im Haus! Bezahlt habe ich nichts! Hat niemand Tipps wie man richtig vorgehen soll? Vieleicht sollte man gemeinsam gegen diese Firma vorgehen!

von Mikula am
18.08.2011, 14:33

Web Index AG / Firmengate24.ch

Die Firma Web Index AG / Firmengate24.ch hat uns leider in die Falle gelockt und wir wissen leider nicht wie weiter?!Wir haben im Juli 2010 das Geschäft übernommen und ende November hat sich Firmengate24 bei uns gemeldet. Die haben uns wie hier im Forum beschrieben angerufen und weiter ginges so das wir den Fax unterschrieben haben!Als die erste Rechnung kam ,haben wir unser blauer Wunder erlebt!!! Mittlerwile hat sich im Namen der Firmengate24 die Inkasso Firma SigmaOctantis AG im Stans bei uns gemeldet!!! Sie fördern von uns die offenen Rechnungen ,weil wir uns weigern dies zu begleichen. Unsere Frage ist : Wie sollen wir jetzt vorgehen????

von Demag am
20.04.2011, 10:52

Web Index AG / Firmengate24.ch ist immer noch aktiv

Die Firma Web Index AG / Firmengate24.ch ist immer noch aktiv! Heute hat eine Frau Welsch bei mir angerufen und mich gebeten das Fax zu retournieren. Natürlich habe ich nicht unterschrieben. Ich freue mich schon, wenn sie mich wieder anruft!

von gaggohaas am
05.01.2011, 11:41

Web Index AG / Firmengate24.ch

Hatte soeben auch einen Anruf der Firma Web Index AG erhalten. Lief genau nach dem hier schon mehrfach beschriebenen Schema ab. Absolute Frechheit! Bin genervt. Und froh, dass es dieses Forum gibt um Dampf abzulassen...Grüsse aus Basel

von codur am
06.12.2010, 21:10

Firmengate / Web Index AG

Auch bei unserer Firma hat vergangenen Freitag eine Frau Fries der Firma Web Index AG angerufen und wollte sich erkundigen wer sich bei uns um Marketingangelegenheiten kümmert. Ich fragte sie um was es denn gehe und sie erzählte mir von einem Inserat dass wir bei ihnen hätten und ob wir dieses nun verlängern wollen oder nicht... (genau die gleiche Geschichte wie bereits beschrieben wurde) Das Ganze kam mir schon ein bisschen komisch vor und ich sagte gleich, dass wir das auslaufen lassen. Sie hatte dagegen überhaupt nichts einzuwenden und wollte mir "freundlicherweise" gleich das Kündigungsformular faxen. Ich solle mich nicht irritieren lassen, auf dem Formular sei ein Preis von CHF 239.- vermerkt, dieser gelte natürlich nur für eine Verlängerung. Den Fax musste ich dann nicht lange anschauen um zu merken dass da etwas faul war. Es war sofort ersichtlich, dass es sich um einen Neuvertrag handelt, welchen man übrigens auf ganze 3 Jahre abschliesst. Nachdem ich dann im Internet auf diese Seite gestossen bin, war für mich alles klar. Ich war doch sehr wütend über diese Halunken und wollte gleich telefonisch meinen Dampf ablassen. Doch unter der abgedruckten Rufnummer meldete sich nur ein Telefonbeantworter. Nun, ich hatte die ganze Sache schon fast vergessen bis die nette Dame Fries heute wieder anrief und mir mitteilte: Meine Verwaltung hat mich gerade darauf hingewiesen, dass wir ihr Formular noch nicht erhalten haben, haben sie's vielleicht vergessen, oder hatten noch keine Zeit? Ich hab sie dann gefragt wo denn auf diesem Formular das Wort "Kündigung" ersichtlich sei... Sie sagte nur, sie hätte mir doch bereits erklärt, dass ich das Formular nur unterschreiben müsse... Ich wurde dann etwas lauter und erklärte ihr, dass wir uns nicht verarschen lassen und ich das ganze eine Frechheit finde. Sie spielte weiterhin das Dummerchen und wollte von nichts wissen. Als ich sie dann fragte ob sie vielleicht schon mal "Firmengate" in Google eingegeben habe entgegnete sie nur: Warum, haben sie uns da nicht gefunden? Naja, irgendwann hat sie dann wohl doch gemerkt, dass da nichts zu holen ist und hat einfach aufgelegt. Habe mich im nachhinein nur gefragt ob diese Dame vielleicht tatsächlich nicht weiss was sie da für einen Job hat? Naja, kann ich mir eigentlich doch nicht vorstellen... Auf jeden Fall ist die ganze Sache eine absolute Sauerei. Irgendwie müsste man diese Firma doch stoppen können...

von genervt30 am
21.10.2010, 13:58

firmengate24.ch

Dito atelier_ww Diese Sa....cheiben. Mein Chef hat nach dem gestrigen Telefon von dieser Firma mich gebeten, mich darum zu kümmern. Es würde dann auch gleich noch ein Fax reinrasseln.... angekommen, gelesen, gelacht, diskutiert, goldig eingerahmt und aufgehängt :-) Heute rufen die doch tatsächlich wieder an und fragen, wo denn dass "Kündigungsformular" bleibe ?!? Wir hätten dies unverzüglich und sofort unterschrieben zurück zu senden, wenn wir eine Vertragsverlängerung verhindern wollen. Ich lachte und fragte, ob dieser "Fötzel" wirklich ihr voller Ernst sei, und versuchte ihr zu verklickern, dass wir unter keinen Umständen unterschreiben würden, zumal unsere Firma nicht mal eingetragen sei. Nachdem sie weiter darauf drängte, dies jetzt zu erledigen fragte ich nach dem angeblichen Auftrag aus dem Jahr 2008 nach. Sie solle mir die damalige Auftragsbestätigung schicken. Etwas "hässig" reagierte sie und versicherte mir, UNSERE Auftragsbestätigung zu zu senden.... :-D hahahaaaa, da wird sie aber lange suchen, denn wir haben nie einen Eintrag bestellt, geschweige denn in Auftrag gegeben. Erst jetzt habe ich hier im Ktipp mehr darüber erfahren und danke ganz herzlich für die super Informationen und Foren.... wehe die Dame ruft nochmal an... und das wunderschöne, professionelle Formular werfe ich gleich in den runden Ordner. Liebe Leute, sie versuchen extrem Druck zu machen und bitten das Fax sofort unterschrieben zurück zu senden. HÄNDE WEG DAVON !!!

von atelier_ww am
14.09.2010, 14:25

Firmengate / Firmengate24.ch

Heute habe ich das gleiche mit der Firma Firmengate erlebt. Ich habe ein EMail zurückgesandt, indem ich eine Unterschrift verweigere. Mal schauen, ob sie nochmals anrufen. Die dahiter stehende "Web Index AG" hat ihren Sitz in Panama.

von rutti18 am
23.04.2010, 09:52

firmenportal24.ch

Gestern hat eine Frau von Firmenportal24.ch die gleiche Masche versucht. Aufgrund einer kurzen Google-Search "Firmenportal24.ch + Kassensturz" sind wir auf diese Seite hier gestossen, womit sich unser Verdacht erhärtet hat, dass es sich hier um eine Abzocke handelt. Wir haben den Fax entsprechend nicht zurückgesandt. Heute hatte dann eine Frau Sabine (oder Simone) Bley die Nerven, bei uns nachzuhaken. Als wir dann unmissverständlich klar gemacht haben, dass wir uns nicht verarschen lassen (wortwörtlich), hat sie sofort aufgelegt...

von narya am
19.03.2010, 15:26

firmenportal24.ch

Heute hat mich eine Frau vom "Onlineverzeichnis" Firmenportal24.ch angerufen. Wir hätten dort seit 2008 einen Eintrag und müssten nun entscheiden, ob wir diesen Eintrag noch länger abonnieren möchten oder nicht. Da ich nicht genau wusste, worum es sich handelt, aber ein komisches Gefühl bei der Sache hatte, teilte ich ihr mit, dass wir den Eintrag nicht länger wünschen. Sie bot mir dann an, entweder selbst eine Kündigung zu schreiben oder dies per Formular, das sie mir zufaxen würde, zu tun. Ich entschied mich für die Variante per Formular. Wie bereits von frenberlin unten beschrieben, war dies jedoch keineswegs ein Kündigungs-, sondern ein Anmeldeformular mit dem Vermerk "Nach Rücksprache mit dem Kunden läuft der Vertrag automatisch aus und wird im Anschluss nicht verlängert". Als sie mich noch einmal anrief, um nachzufragen, ob alles leserlich angekommen sei, fragte ich nach, was denn geschehen würde, wenn wir das Formular ignorieren und nicht zurücksenden würden. Die Dame erklärte mir, dann "würden uns Kosten entstehen". Ich forderte sie danach auf, uns den Vertrag zuzusenden, den wir angeblich im Jahr 2008 für diese Anzeige abgeschlossen hatten, da wir bisher weder von dieser Firma gehört, geschweige denn monatliche Zahlungen für diesen "Verzeichnis-Eintrag" geleistet haben. Bisher habe ich keine Vertragskopie erhalten, und die Dame war äusserst kurz angebunden, nachdem ich auf diese Kopie bestanden habe. Warum wohl.... Dass diese Firmen gutgläubige Menschen hinter's Licht führen mit unübersichtlichen, klein bedruckten Vertragsformularen ist schon schlimm genug, aber dass man dann auch bei direkter Nachfrage noch angelogen wird, finde ich wirklich das Letzte!

von vorsichtig am
04.12.2009, 11:30

Achtung auch bei AGENDA

Der Verlag heisst Linden-Grafik. Die Inserate sind überteuert, dabei werden einem Zusatzeinträge versprochen, die nicht eingehalten werden können - und es werden einem Lügen aufgetischt, das regionale oder örtliche Telefonbücher/Informationsbroschüren eingehen werden..... Die Agenda ersetze solche bereits bestehende Angebote. ACHTUNG

von frenberlin am
02.09.2009, 11:42

Kündigung ist Bestellformular

Ich bin in den vergangenen Tagen auf besonders dreiste Art von der Firma IMEDIA AG – International Media Advertising Group angesprochen worden, vor der Sie ja auf Ihrer Seite auch schon warnen. 1. Anruf: Ich erhielt das erste Mal vor einigen Wochen einen Anruf, in dem ich gefragt wurde, ob ich meinen Eintrag im Branchenbuch verlängern wollte. Als ich genauer fragte, um welches es sich handle hatte ich bald das Gefühl, dass etwas nicht stimmen kann. Ich sagte der Anruferin, dass ich nichts von so einem Eintrag wüsste. Sie bestand aber darauf, dass ich, wenn ich keine Verlängerung wünschte kündigen müsse. Sie würde mir ein Kündigungsformular mailen. Das kam aber nie an. 2. Anruf: Gestern rief mich eine Frau Bitter von derselben Firma an. Sie sagte (übrigens in gebrochenem Deutsch), sie würden immer noch auf mein Schreiben warten. Als ich ihr sagte, das angekündigte Formular sei nie angekommen schlug sie vor dieses per Fax zu schicken. 3. Anruf: Wenige Minuten später rief sie an, um zu fragen, ob das Fax leserlich sei. Ich hatte es aber noch nicht kontrolliert und sagte, ich werde mich melden, wenn es ein Problem gäbe. Nur wiederwillig gab Sie mir eine Telefonnummer und ihren Namen für einen allfälligen Rückruf. Als ich unterdessen das Fax genau durchlas, sah ich, dass es sich um ein Bestellformular für eine teure Anzeige und mitnichten um ein Kündigungsformular handelte. Der Firmensitz ist laut Fax in Istanbul. 4. Anruf: Heute rief die selbe Frau Bitter noch einmal an, um zu reklamieren, dass ich das Formular noch nicht geschickt hätte. Als ich Sie damit konfrontierte, dass es sich um ein Bestellfax handelte behauptete Sie weiterhin steif und fest, dass es eine Kündigung sei. Daraufhin bezichtigte ich Ihre Firma des Betruges und kündigte an Schritte einzuleiten. Da legte sie auf. Von den, als amtlich getarnten, Anzeigenangeboten wurde ich bereits vor Jahren gewarnt und so bin ich zum Glück nie auf so etwas hereingefallen. Diese Masche ist mir allerdings neu und ich finde sie extrem frech.

von martin1973 am
02.03.2009, 12:26

Anruf von Frau Glück

Mich rief im November 2008 eine Frau Glück dieser Firma an. Bla, bla, bla auf Hochdeutsch. Sie wollen einem die Ohren vollstopfen und sagen, dass die Anzeige schon rund ein halbes Jahr GRATIS laufe. Wolle man dies nun bestellen, müsse man dies auf nachfolgendem, zugeschicktem Formular unterzeichnen. Wolle man dies NICHT machen, müsse man den gekenzeichneten (per Kreuz) Satz unterzeichnen. OK, dies wollte ich ja: Keine weitere Inserate und deshalb hätte ich laut Frau Glück unterzeichnen müssen (Abschnitt MIT Kreuz). Ich machte dies und erlebte mein negatives Wunder. Rechnung in Höhe von 1500.-. Ich reklamierte, per Telefon war dies nicht möglich (sehr überaus nette Stimme verwies mich auf später oder bei hinterlassen der Tel.nummer, würde man mich zurückrufen). Also schrieb ich eine kurze E-Mail. Dies wurde vorerst nicht akzeptiert. Deshalb eine zweite E-Mail, nachdem ich mich via Suchmaschine über die Firma INCOM informierte. Ich verwies auf einen Kontakt mit der Redaktion des Kassensturzes über diesen, meinen Fall und schrieb ganz klar: ich zahle NICHT. Heute, 2.3.2009, bekam ich einen Brief, man (INCOM via Rechnungssteller DeBi Advice, Berlin), storniere alles mit sofortiger Wirkung. Eine richtig dreckige Firma, diese INCOM Solutions Ltd. London!!! Lasst Euch nicht zur Ruhe und zum Zahlen verdonnern und lasst Euch nicht unnötige Angst eintreiben. Wehr Euch, solange Ihr könnt. Mit freundlichen Grüssen Martin Steinmann - mit einem kleinen Heissluftballonbetrieb

von MimoxAG am
23.01.2009, 11:13

Anruf von Frau Sutter

Soeben versuchte diese Firma uns über den Tisch zu ziehen. Eine Frau Sutter erklärte mir, dass wir einen laufenden Eintrag in der Informationsbroschüre haben. Neuerdings müssten sie aber die Kunden darüber informieren, dass bei keiner Kündigung dieser Eintrag für ein weiteres Jahr verlängert wird. Diese Firma ist nicht einfach unseriös, sondern betreibt echten Betrug! Sie leugnen dem Kunden etwas vor, dass er gar nie abgeschlossen hatte. Eine Klage gegen diese Firma würde wahrscheinlich helfen! Dank K-Tipp konnten wir diesen Betrug zum Glück verhindern! Vielen Dank! MfG Mimox AG

von styropor am
12.08.2008, 13:21

Again...

die haben's heute grad wieder versucht. Nummer war beim Anruf unterdrückt. Eine Frau Bella hat sich in hochdeutscher Sprache gemeldet. Sollten sich was schämen!

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