EU-Chef für Abschaffung von Roaming

11. September 2013

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Gebühren fürs Telefonieren im Ausland sollen für EU-Bürger ab 2016 Geschichte sein. Für Schweizer bleiben sie überrissen hoch.

EU-Präsident José Manuel Barroso hat sich deutlich für die Abschaffung von Roaming ausgesprochen. Das Ziel sei ein einheitlicher europäischer Telekom-Markt, erklärte er vor dem europäischen Parlament. «Ist es nicht paradox, dass wir einen einheitlichen Gütermarkt haben, aber 28 verschiedene Telekommärkte.» Und EU-Kommissarin Neelie Kroes doppelt nach: Roaming-Gebühren seien nicht mehr zeitgemäß und überstiegen überdies um das Tausendfache die tatsächlichen Kosten für Telekom-Anbieter.

In der Schweiz ändert sich vorerst nichts. Kunden von Swisscom, Orange und Sunrise zahlen weiterhin bis zu 17-mal mehr als EU-Bürger. Und das obwohl über 56'000 K-Tipp-Leser und 181 Nationalräte fordern: «Runter mit den überrissenen Handygebühren im Ausland!» Begründung der Telekom-Firmen: Die Schweiz sei nicht in der EU. Ausländische Unternehmen würden ihnen überhöhte Gebühren fürs Vermitteln der Gespräche berechnen.

 

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