Ein süffiger Süditaliener für wenig Geld

K-Tipp 17/2011 vom | aktualisiert am

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Rotweine aus Süditalien gibts mittlerweile auch bei den Grossverteilern in grosser Zahl. Die Degustation der K-Tipp-Fachjury zeigt: Einen guten Tropfen aus dieser Region erhält man schon für weniger als 8 Franken.

Rotweine aus Süditalien mit alten, einheimischen Sorten haben in den letzten Jahren deutlich an Popula­rität gewonnen. Dazu zählen unter anderen Negroamaro, Aglianico, Uva di Troia und natürlich der Primitivo. Der K-Tipp wird dem Primitivo eine separate Degustation widmen. Deshalb beschränkt sich die Auswahl für die aktuelle Degustation auf Weine aus Süditalien (ohne Sizilien und die kleineren Inseln), die ohne Primitivo-Trauben hergestellt werden.


Siegertrio mit der gleichen Punktzahl

Die wichtigsten Resultate der Degustation: Vier der zwölf Weine überzeugten die Jury und schnitten mit der Note «gut» ab. An der Spitze liegen gleichauf drei Weine mit je 15 von maximal 20 Punkten: der Salice Salentino von Coop, ein Aglianico von Denner sowie ein weiterer Aglianico von Coop (siehe Tabelle). Mit Fr. 7.90 weist der Salice Salentino von der Kooperative Vecchia Torre das klar beste Preis-Qualitäts-Verhältnis auf. Dieser Wein wird aus 90 Prozent Negroamaro und 10 Prozent Malvasia nera her­gestellt. Er gefiel der Jury dank seiner reifen und trotzdem frischen Frucht und seiner mediterranen Fülle.

Was bei den zwei Aglianico-Weinen vor allem überrascht: Sowohl der 2009 Feudi del Duca als auch der 2008 Puglia ­tragen nicht die kontrollierte Herkunftsbezeichnung DOC (= Denominazione di Origine Controllata), sondern die weniger hoch bewertete Klassifizierung IGT (= Indicazione Geografica Tipica). Und: Der Feudi del Duca kommt aus der Gegend von Neapel (Beneventano). Der Siegerwein und der Aglianico Puglia werden in Apulien produziert. Kenner der Sorte Aglianico hätten bei den «guten» Weinen eher einen aus deren Heimat­region Basilikata erwartet.

Die anderen degustierten Weine lagen zum Teil klar hinter den vier bestklassierten Tropfen zurück. Da konnte auch die renommierte DOC Salice Salentino nicht über Schwächen hinwegtäuschen: oft zu viel Alkohol, unangenehme Restsüsse oder austrocknende Tannine, die im Gaumen ein pelziges Gefühl hinter­lassen.

Immerhin fiel kein Wein extrem ab, auch wenn einige reichlich rustikal waren. Total 14 Punkte erreichte der als «Hausmarke» etikettierte Salice Salentino rosso von Globus – vierter Platz

Das grösste Handicap der Weine aus Süditalien ist naturgemäss ihr vergleichsweise hoher Alkoholgehalt. Gerade in einem sehr heissen Jahr wie 2009 entwickeln die Trauben grosse Mengen an Zucker, der während der Gärung in Alkohol umgewandelt wird. Werte von gegen 15 Volumenprozent sind dann keine Seltenheit.

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