Die Schulden drücken jahrzehntelang

K-Tipp 14/2018 vom

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Fast überall in Europa können sich Mittellose von ihren Schulden befreien. In der Schweiz beschäftigt sich die Politik erst jetzt mit der Frage.

Der typische Überschuldete ist Schweizer Bürger, männlich, 41 Jahre alt, arbeitslos und geschieden. Das geht aus Daten der Berner Schuldenberatung hervor. Er muss von monatlich 4600 Franken leben und hat knapp 50 000 Franken Schulden: 20 000 Franken bei den Steuerbehörden, etwa gleich viel bei Kleinkreditbanken und fast 8000 Franken bei seiner Krankenkasse.

Wie soll jemand mit bescheidenem Einkommen ­einen solchen Schuldenberg abbauen? Klar ist: Nicht nur Unternehmen, auch Privatpersonen können beim Gericht einen Konkurs beantragen, wenn eine Schuldensanierung nicht möglich ist. Doch im Unterschied zum Unternehmenskonkurs befreit ein ­Privatkonkurs nicht für immer von den Schulden. Sie bleiben 20 Jahre lang in Form von Verlustscheinen ­bestehen.

Für Mittellose gibt es heute kein Verfahren

Das Gesetz sieht heute zwei Möglichkeiten für eine Sanierung ohne Konkurs vor: Der Überschuldete einigt sich mit den Gläubigern auf einen Nachlassvertrag – mit oder ohne Hilfe eines Gerichts. In beiden Fällen muss der Schuldner seinen Gläubigern eine Teilrückzahlung an­bieten können, damit sie auf den Rest ihrer Forderung verzichten. Ist jemand mittellos, fehlt ein Verfahren, um ihn zu entschulden. [...]

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