Der Sommersitz auf dem Balkon

Haus & Garten 02/2013 vom | aktualisiert am

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Was gibt es Erholsameres als eine Siesta auf dem Liegestuhl! Die Auswahl an Modellen ist gross. Haus & Garten zeigt Vorteile und Nachteile.

Gute Klappliegen und -sessel brauchen wenig Platz und bieten dennoch viel Komfort. Für die Liege- oder Sitzfläche verwenden die meisten Hersteller Textilene. Dieses Kunststoffgewebe ist elastisch, reissfest und pflegeleicht. Zudem trocknet es schnell. Die Gestelle selbst sind meist aus Aluminium, Stahl oder Holz. Farblich findet man alles im Angebot: edle Modelle in Schwarz, Grau und Weiss, aber auch sommerlich bunte oder maritim-gestreifte Polster.

Haus & Garten zeigt auf den folgenden Seiten einen Überblick über die unterschiedlichen Systeme.


Campingliegen

Campingliegen zeichnen sich aus durch ihre grosszügige ­Liegefläche und die verstellbare Rückenlehne. Die Ausführungen unterscheiden sich vor allem in einem Punkt: Es gibt ­Liegen mit drei ausklappbaren Beinen und solche mit nur zwei Beinen.

Die Liegen lassen sich meist zweimal zusammenfalten und platzsparend verstauen oder transportieren. Bei manchen Modellen sind nur die Beine klappbar. Sie lassen sich immerhin in eine schmale Nische schieben oder gut aufeinanderstapeln.

Campingliegen sind ideal für Per­sonen, die gerne flach ausgestreckt relaxen. Und: Es sind die einzigen Liegestühle, auf denen man sich auch auf die Seite und auf den Bauch drehen kann.


Kippliegen

Die Kippliegen kennt man vor allem aus dem Sauna- und Wellnessbereich. Mittlerweile findet man sie in zahl­reichen Varianten auch bei den Gartenmöbeln – oft unter der Bezeichnung Relaxliege.

Tatsächlich empfinden die meisten Menschen die Sitz- beziehungsweise Liegeposition auf solchen Stühlen als sehr entspannend. Die Modelle kann man durch Verlagern des Gewichts nach hinten kippen. Man gleitet so stufenlos von der Sitz- in die Liege­position. Die Beine sind dabei leicht erhöht, das tut dem Rücken gut und lässt das Blut besser zirkulieren.

Der grösste Nachteil: Wegen der ­gebogenen Form des Gestells sind auch zusammenklappbare Modelle sperrig. Sie lassen sich zudem weniger gut transportieren und platzsparend verstauen.


Designliegen

Manche modernen Gartenliegen sehen so chic aus, dass man sie durchaus auch ins Haus stellen kann – zum Beispiel als Lese- oder Fernsehsessel.


Lehnsessel

Wer sich im Sitzen ebenso gut entspannt wie im Liegen, ist mit einem Lehnsessel gut bedient. Im Unterschied zu einfachen Campingstühlen kann man bei hochwertigen Gartensesseln Lehne und Fussteil mehrfach verstellen. Das ermöglicht ­zahlreiche Sitzstellungen bis zur entspannten, halb liegenden Position.

Besonders für Personen, die lieber ein Buch lesen als in der Sonne zu dösen, bietet ein klappbarer Lehnstuhl mehr Komfort als eine Liege. Auch für ältere Menschen ist ein bequemer Sessel ideal: Das Aufstehen fällt viel leichter als bei einem Liegestuhl mit niedriger Sitzhöhe.

Weitere Vorteile: Auf einem kleinen Balkon findet ein Lehnsessel immer Platz. Und man kann ihn gut ins Freibad oder zum Picknickplatz mitnehmen.


Deckchair

Liegen aus Teakholz wurden ­ursprünglich auf Kreuzfahrtschiffen verwendet, weil das tropische Holz sehr witterungsbeständig ist. Bis heute bezeichnet man deshalb Holzliegen auch als Deckchair. Die klassische Form der Liege hat sich über die Jahrzehnte nicht stark verändert. In der einfachsten Variante besteht sie aus einem klappbaren Holzgestell, das mit Stoff bespannt ist. Die Rückenlehne ist verstellbar, damit man die Sitz- und Liegeposition
anpassen kann.


So findet man das richtige Modell

Bequemer Sessel, klassische Campingliege oder Relaxliege zum Kippen? Am bestem probieren Sie im Laden aus, welches Möbel Ihnen am meisten zusagt. Folgende Punkte sind besonders wichtig:

  • Komfort: Ein Liegestuhl muss vor allem bequem sein. Wie entspannt man darin sitzt, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Wenn sich Lehne und Fussteil verstellen lassen, sind ver­schiedene Sitz- und Liegepositionen möglich. Wie einfach das geht, sollte man aber unbedingt schon im Laden selber ausprobieren.
  • Handhabung: Die Liege sollte sich einfach auf- und zuklappen lassen – ohne dass man die Finger quetscht. Das Möbel darf keine scharfen Kanten und Ecken haben.
  • Stabilität: Wie viel Gewicht der Stuhl trägt, sollte auf der Etikette stehen. 200 Kilogramm sind schnell erreicht, wenn man sich mit Schwung auf die Liege fallen lässt. Generell sind Möbel mit Stahlgestell stabiler als solche aus Aluminium – ­allerdings sind sie auch schwerer.
  • Bespannung: Hier zählt nicht nur die Optik, sondern auch das Material. Elastisch und zugleich strapazierfähig ist Textilene. Dieses Gewebe besteht aus Polyesterfasern, die mit PVC ummantelt sind. Gepolsterte Liegen und Sessel sind bequem für Garten und Balkon. Als Badeliegen sind sie ungeeignet, da sie sich mit Feuchtigkeit vollsaugen.
  • Grösse und Gewicht: Zwei wichtige Kriterien, wenn man den Liegestuhl im Garten häufig verschiebt oder das Möbel in die Badi oder zum Picknicken mitnehmen möchte. Zusammengeklappt sollte sich die Liege gut verstauen lassen.
  • Wetterfestigkeit: Manche Liegestühle dürfen nicht ungeschützt draussen stehen. Ob ein Möbel wetterfest ist, steht in der Regel auf der Etikette. Fehlt die Angabe, fragen Sie den Verkäufer.
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