Computer-Kauderwelsch - einfach erklärt

saldo 10/2007 vom

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Beim Kauf eines Computers wird man mit vielen unverständlichen Fachausdrücken überhäuft. saldo sagt, was die Begriffe bedeuten und auf welche man besonders achten sollte.

AMD
Kein technischer Begriff, sondern der Name eines Computerunternehmens. AMD stellt Prozessoren (“ CPU) her und ist ein direkter Konkurrent von “ Intel. Für den Kunden spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob ein Prozessor von Intel oder AMD in den Computer eingebaut ist.
Bluetooth
Eine Technik, die für weniger Kabelsalat am Computer sorgt. Bluetooth bezeichnet eine drahtlose Funkübertragung über kurze Entfernungen. Besonders geeignet, um kleine Geräte wie Tastatur, Maus oder auch Handys kabellos mit dem Computer zu verbinden. Für den drahtlosen Internetempfang ist “ WLAN besser geeignet.
Cache
Der Zwischenspeicher, der die Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners beschleunigt. Daten, die der Rechner immer wieder für seine Arbeit benötigt, kopiert er von einem langsameren Speicher wie der “ Festplatte in einen schnellen Cache-Speicher. So stehen ihm diese Daten deutlich schneller zur Verfügung. Angaben zur Cache-Grösse kann man getrost überlesen. Sie sagen bei neuen Prozessoren immer weniger über den Geschwindigkeitsgewinn aus.
CPU
Fachausdruck für den Hauptprozessor. Er ist das Herz eines Computers - ohne ihn läuft nichts. Der Prozessor ist ein Chip, der alle Abläufe im PC verarbeitet. Beim Kauf eines CPUs interessiert vor allem dessen Taktfrequenz - also die Geschwindigkeit, mit der er arbeitet. Diese wird in Hertz (Hz) angegeben. Eine Taktfrequenz von 3 Gigahertz (GHz) bedeutet: Der Prozessor führt pro Sekunde 3 Milliarden Rechenoperationen durch.
Doch nicht jeder braucht einen möglichst schnellen Prozessor. Ein langsamerer CPU hat auch Vorteile: Weniger Gigahertz bedeutet weniger Stromverbrauch und eine leisere Kühlung. Wer viel im Internet surft und mit Textsoftware arbeitet, kommt mit einer Taktfrequenz von 1,8 GHz bei weitem aus.
Aufwendige Spiele und Multimedia-Programme laufen dagegen flüssiger mit rund 3 GHz. Doch dazu sind ausserdem viel Arbeitsspeicher (“ RAM) und eine schnelle Grafikkarte notwendig.
Dual Core
Auch Duo-Prozessor oder Core Duo genannt. Eine neue Generation von Prozessoren (“ CPU). Jahrelang steigerte man die Leistung von Prozessoren, indem man ihre Geschwindigkeit erhöhte. Mittlerweile stösst man damit an technische Grenzen. Ein Ausweg ist nun, zwei Prozessoren in den Computer einzubauen, die sich die Arbeit teilen und somit mehr leisten. Noch steckt diese Technik in den Kinderschuhen: Nicht jedes Programm läuft wegen eines Duo-Prozessors schneller, denn manche Software muss erst daran angepasst werden.
DVD-Brenner
Das Laufwerk zum Lesen und Beschreiben von DVDs und CDs. Wer schon ganze Schachteln mit DVD-Rohlingen umsonst gekauft hat, weil sein Brenner mit ihnen nicht zu Rande kommt, weiss: DVD ist nicht gleich DVD. Und nicht jedes Brennlaufwerk kann alle Silberlinge lesen und beschreiben. Zunächst unterscheidet man Minus- (zum Beispiel DVD-R) und Plus-Versionen (wie DVD+R). Welchen der beiden Typen der Benutzer wählt, macht keinen Unterschied - solange sie der Brenner lesen kann. Von beiden Typen gibt es ausserdem R- und RW-Versionen. R heisst: Den Rohling kann man einmal beschreiben. Eine RW-Scheibe lässt sich dagegen wieder löschen und damit mehrmals brennen.
Zahlen wie «16 x DVD» oder «52 x CD» sagen aus, wie schnell sich die jeweiligen Datenträger brennen lassen. Mit einfacher Geschwindigkeit dauert es rund eine Stunde, bis eine DVD beschrieben ist. «16 x» heisst also: Die DVD wird 16-mal so schnell gebrannt, also in knapp 4 Minuten.
Diese immer höheren Zahlen sind aber nur bedingt relevant: Es lohnt sich nämlich, die Rohlinge langsamer zu brennen, da so weniger Schreibfehler passieren. Fazit: Der Brenner sollte möglichst alle DVD-Typen lesen können. Die Brenngeschwindigkeit ist dagegen weniger wichtig.
Festplatte
Auch Harddisk, HDD oder vereinzelt HD genannt. Fest im Computer eingebauter Speicher. Darauf befinden sich das Betriebssystem - wie Windows, Mac OS X oder Linux -, installierte Programme sowie alle Ordner und Dateien der Benutzer. Heutige Festplatten sind meist zwischen 80 und 300 “ Gigabyte (GB) gross, vereinzelt auch bis 500 GB. Wer seinen Computer für Videoschnitt oder aufwendige Grafikarbeiten benutzt, sollte sich eine möglichst grosse Festplatte zulegen. Für alle anderen genügen auch kleinere Speicher. Allerdings benötigen heute schon die Betriebssysteme viel Platz: Allein für das neue Windows Vista empfiehlt die Computerzeitschrift «c’t», 40 GB Speicherplatz auf der Festplatte zu reservieren.
Gigabyte
Ein Byte ist eine Masseinheit für die Speicherplatzgrösse auf einem Datenträger. Ein Gigabyte (GB) besteht aus gut einer Milliarde Byte.
Zur Veranschaulichung: Auf einer DVD mit 4,3 GB Speicher passen rund 4400 Fotos in hoher Auflösung, rund 188 000 eng beschriebene Word-Seiten oder eine Stunde Film in hoher Qualität.
Intel
Computerfirma, die vor allem für ihre «Pentium»-Prozessoren (“ CPU) bekannt ist.
Plug and play
Auf Deutsch: einstecken und spielen. Eine benutzerfreundliche Technik, mit der auch Anfänger ihren Computer mit neuen Geräten ergänzen können. Wenn man einen neuen DVD-Brenner oder eine Grafikkarte einbaut, erkennt der Computer das Gerät selbständig - dieses ist ohne weitere Einstellungen sofort einsatzbereit.
RAM
RAM steht für Arbeitsspeicher. Er ist das Kurzzeitgedächtnis eines Computers. Hier lagert der Rechner während der Arbeit Daten ab und lässt Programme ablaufen. Doch der RAM-Speicher ist vergesslich: Wenn man den PC ausschaltet, gehen alle Daten verloren. Schreibt man einen Text, wird dieser zunächst im Arbeitsspeicher zwischengelagert. Erst wenn man das Dokument speichert, wird es auf die Festplatte geschrieben und damit gesichert. Computer werden mit unterschiedlich grossem RAM-Speicher angeboten: Für eine flüssige Darstellung von “ Windows Vista oder von Multimedia-Anwendungen sollte man PCs mit mindestens 1 GB RAM wählen.
TFT
Steht synonym für moderne LCD-Flachbildschirme. Die Vorteile gegenüber den alten, grossen Röhrenmonitoren: Flachbildschirme strahlen kaum, verbrauchen weniger Strom, flimmern nicht und sind - wie der Name sagt - sehr flach und damit platzsparend.
Turbo Cache
Ein irreführender Begriff aus der Werbung, der hohe Geschwindigkeit suggeriert, aber oft das Gegenteil bewirkt.
Gemeint ist die sogenannte Shared-Memory-Technologie, was auf Deutsch so viel wie «geteilter Speicher» heisst. Ein Teil des Arbeitsspeichers (“ RAM) des Computers wird dabei von der Grafikkarte mitbenutzt. Weil nun Grafikkarte wie auch Prozessor gleichzeitig um den wertvollen Arbeitsspeicher buhlen, verringert sich die Zugriffsgeschwindigkeit auf den Speicher. Das bedeutet: Der Computer läuft langsamer. Ein Vorteil dieser Technik:
Sie ist stromsparender und schont damit bei Laptops den Akku.
TV-In/TV-Out
Bezeichnet die Verbindung des Computers mit dem Fernsehgerät. Hat der Computer einen TV-Out-Ausgang, kann man sich alle Programme des Rechners auf einem grossen TV-Gerät ansehen statt auf dem PC-Monitor - wie zum Beispiel den am PC geschnittenen Film. Mit einem TV-In-Eingang dagegen lässt sich das Fernsehsignal - zum Beispiel von einem Videorekorder - auf den Computer überspielen. Praktisch, um alte Videofilme von einer Kassette auf DVD zu brennen.
Windows Vista
Wer einen PC mit dem neuen Windows Vista kaufen will, muss aufpassen: Das Betriebssystem gibt es in verschiedenen Versionen. Und nicht alle können das, was die Werbung verspricht. Vista Home Basic ist eine günstige, stark abgespeckte Variante. Sie ist weniger für den Multimedia-Gebrauch gedacht. Auch die neue, vielbeworbene 3D-Benutzeroberfläche Aero fehlt. Vista Home Premium eignet sich dagegen für alle Multimedia-Anwendungen. Sie kann auch Filme in HDTV-Auflösung abspielen und ist auf den Privatanwender zugeschnitten. Vista Business heisst die Version für den Einsatz in Firmen und eignet sich weniger für Video-filme. Die teuerste Variante Vista Ultimate enthält alle Funktionen der anderen Versionen.
WLAN
So heisst die drahtlose Datenverbindung durch Funkübertragung. Mit WLAN lassen sich Rechner in einem Büro ohne Kabel miteinander verbinden. Ausserdem kann man mit einem passenden Sender auch drahtlos im Internet surfen. Schneller als “ Bluetooth.
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