Wieso schmeckt jedes Gemüse einzig­artig? Und wie kombiniert man die verschiedenen Sorten bestmöglich? Der Wiener Gastrojournalist Thomas A. Vierich und der Physikprofessor Thomas A. Vilgis be­antworten diese Fragen in ihrem neuen, über 500 Seiten starken Buch. Es ist Gemüselexikon und Kochbuch zugleich.

Die Autoren erklären ausführlich, welche chemischen Stoffe für die Aromen der Gemüsesorten verantwortlich sind. Sorgfältig gestaltete Grafiken ergänzen den Text. Das Buch ist zwar keine leichte Lektüre, aber sehr informativ. 

Interessant sind auch die Porträts von 67 Gemüsearten – von Auberginen bis Zuckermais. Man erfährt zum Beispiel, dass der schmack­hafte Kardy ein naher Verwandter der Artischocke ist. Da diese Pflanze aber keinen fleischigen Blütenboden entwickelt, isst man die Stängel. Leserinnen und Leser erhalten auch Tipps für den Einkauf, das Lagern und das Zubereiten der verschiedenen Gemüsesorten inklusive Gewürzen. Die Autoren empfehlen zum Beispiel, Rüebli mit Honig zu karamelisieren oder ­Rhabarber mit Fisch zu kombinieren. 

Gemüsefans sind mit diesem Buch gut bedient. Besonderer Clou: Farbige Punkte zeigen bei ­jeder Gemüsesorte, zu welchen anderen ­Produkten sie gut passt. Das animiert dazu, in der Küche mit neuen Geschmäckern zu ­experimentieren. 

Empfehlenswert

Thomas A. Vierich, Thomas A. Vilgis: «Aroma Gemüse», Stiftung Warentest, ca. Fr. 57.–