Blutdrucksenker

Gesundheitstipp 02/2012 vom 13. Februar 2012

Im Januar berichtete der Gesundheitstipp, dass der Blutdrucksenker Rasilez zu Schlaganfällen und anderen Komplikationen führen kann. Leserinnen und Leser stellten am Telefon Fragen zu Blutdruckmitteln. Hier sind die wichtigsten Antworten der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle SMI:

Soll ich ein anderes Mittel nehmen?

Seit drei Monaten verwende ich Rasilez. Vorher habe ich nie ein Medikament gegen hohen Blutdruck verwendet. Soll ich wechseln?

Ja. Personen mit erhöhtem Blutdruck schlucken im Schnitt 30 Jahre lang Medikamente. Wegen der langen Therapiedauer sollte man nicht mit einem wenig erprobten Mittel wie Rasilez beginnen. Ein Wechsel auf ein bewährtes Produkt ist sinnvoll.


Brauche ich drei Medikamente?


Früher habe ich zwei Blutdruckmittel verwendet. Seit zwei Monaten nehme ich zusätzlich Rasilez. Trotzdem bleibt mein Blutdruck hoch. Was soll ich tun?

Medikamente gegen hohen Blutdruck wirken meistens nicht so stark, wie man das gerne hätte. Deshalb müssen viele Patienten zwei oder drei Medikamente nehmen. Wenn die Kombination mit Rasilez nicht hilft, muss der Arzt andere Mittel suchen, bis der Blutdruck genügend sinkt.


Wie soll ich mit dem Arzt reden?

Mein Arzt wurde zornig, als ich Bedenken gegen Rasilez äusserte. Er sagte, wenn ich alles besser wisse, solle ich selber entscheiden, ob ich Rasilez verwenden wolle. Was soll ich tun?

Eigentlich sollte Ihr Arzt froh sein, dass Sie als ­Patient mitdenken. Geben Sie ihm eine zweite Chance. Bitten Sie ihn, zu erklären, warum er ­Ihnen Rasilez verschreibt. Ein guter Arzt muss in der Lage sein, seine Entscheide zu begründen.

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