Banken drängen zum Verzicht aufs Bankgeheimnis

K-Tipp 20/2018 vom | aktualisiert am

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Banken verlangen von ihren Kunden, dass sie deren Daten für Werbezwecke ­verwenden können. Das Bankgeheimnis soll aufgeweicht ­werden. Das ­muss man nicht ­akzeptieren.

UBS: Kündigte Kunden «mit sofortiger Wirkung» (Bild: ISTOCK/MONTAGE)

UBS: Kündigte Kunden «mit sofortiger Wirkung» (Bild: ISTOCK/MONTAGE)

Das Bankgeheimnis verbietet den Banken, An­gaben über Kunden weiterzugeben – egal, ob an Private, andere Unternehmen oder Steuerbehörden. Geschützt sind alle Infos, die das Finanz­institut im Rahmen seiner bankgeschäftlichen Beziehungen über seinen Kunden erfährt. Eine Bank, die Daten weitergibt, macht sich strafbar  – es sei denn, der Kunde verzichtet explizit auf den Schutz des Bankgeheimnisses. 

Einige Banken drängen die Kunden zum Verzicht. Sie schränken im Klein­gedruckten zum Beispiel das Bankgeheimnis ein – wie etwa UBS, Credit ­Suisse oder Postfinance (siehe Unten). Nur: Rechtlich genügt es nicht, das Bankgeheimnis nur mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) aus­zuhebeln. Dazu sagt Stefan Maeder, Assistenzprofessor für Strafrecht an der Uni Luzern: «Der Kunde, welcher der Auf­hebung zustimmt, muss die Trag­weite der Einwilligung überblicken.» 

Banken können niemanden zwingen, neue ­Regeln zu akzeptieren. Deshalb kündigen sie Kunden, die auf dem laufenden Vertrag bestehen. Das passierte etwa Lukas Schober (Name geändert). [...]

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