3. Säule: Besser gestaffelt beziehen

K-Geld 06/2008 vom 9. Dezember 2008

von cl/fh

Wer über mehrere Säule-3a-Konten verfügt, kann bei einem gestaffelten Bezug kräftig Steuern sparen. Darum lohnt es sich, früh zusätzliche Säule-3a-Konten einzurichten.

Einlagen in die Säule 3a sind beliebt, um Steuern zu sparen: Die Einzahlungen kann man direkt vom steuerbaren Einkommen abziehen. Zudem sind die Zinserträge steuerfrei, ebenso wie das Vermögen während der Ansparphase.

Aber: Bei der Auszahlung werden Steuern fällig. Allerdings getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem Vorzugstarif, beim Bund zum Beispiel  zu einem Zehntel der normalen Einkommenssteuer.

Auch solche Kapitalleistungen unterliegen jedoch der Steuerprogression. Und die kann weh tun, denn hohe Auszahlungen werden überproportional stark belastet. 10 Prozent und mehr auf die Summe der Kapitalleistung sind keine Ausnahme.

Doch dieser Effekt lässt sich brechen. Das Zauberwort heisst Staffeln: Statt sich das Alterskapital in einem Mal auszahlen zu lassen, löst man jedes Jahr eines der 3a-Konten auf.


Mehrere Konten einrichten – und profitieren

Möglich ist dies für Frauen ab Alter 59, für Männer ab 60. Spätestens mit 64 bzw. 65 muss normalerweise der letzte Bezug erfolgen. Wer allerdings über das offizielle Pensionierungsalter hinaus erwerbstätig ist, darf bis 69/70 in die Säule 3a einzahlen und sein Vorsorgekapital bis dahin liegen lassen (siehe K-Geld 5/08).

Der gestaffelte Bezug setzt mehrere 3a-Konten voraus. Denn Teilbezüge aus einem einzelnen Konto sind nicht zulässig. Es lohnt sich darum, mehrere 3a-Konten einzurichten – mit Vorteil bei mehreren Banken.

Sinnvoll sind drei bis fünf verschiedene Konten. Beispiel: Ein verheirateter Mann in Aarau mit 250 000 Franken Vorsorgekapital spart beim Bezug in fünf Tranchen à 50 000 Franken 15 710 Franken Steuern (siehe Tabelle im pdf-Artikel).

Noch mehr Konten bringen normalerweise keine weitere Steuerersparnis. Zudem addieren alle Kantone die Kapitalleistungen eines Jahres. Im Jahr des Pensionskassen-Barbezugs sollte also kein 3a-Konto aufgelöst werden. In den meisten Kantonen gilt dies sogar für Auszahlungen an den Ehepartner. Ausnahmen: Die beiden Basel und St. Gallen besteuern Altersleistungen an Eheleute getrennt.

Sparbeispiel im pdf-Artikel

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