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Ärzte sollen das Diabetes-Mittel Actos nur noch im Ausnahmefall verschreiben. Die Heilmittelbehörde will es aber nicht vom Markt nehmen.
Die Heilmittelbehörde Swissmedic schreibt, der Wirkstoff des Diabetes-Mittels Actos stelle ein «leicht erhöhtes Risiko für Blasenkrebs» dar. Dieses steige mit «zunehmender Dauer» und Dosis, mit der Patienten das Medikament einnehmen. Deshalb sollen Ärzte das Diabetes-Mittel künftig nur noch Patienten verschreiben, die den ßverbreiteten Wirkstoff Metformin nicht vertragen. Zudem soll man Patienten nach drei bis sechs Monaten neu beurteilen. Metformin ist in Glucophage und seinen Nachahmerpräparaten enthalten.
Damit bestätigen die Behörden den Bericht des Gesundheitstipp (Ausgabe 12/2011). Swissmedic will das umstrittene Medikament allerdings nicht komplett von der Diabetes-Behandlung ausschliessen, so wie das Fachärzte im Gesundheitstipp gefordert hatten.
Frankreich hat Actos im vergangenen Juli vom Markt genommen. Swissmedic schreibt: «Weitergehende Massnahmen werden zurzeit noch geprüft.»
13. Januar 2012 | tf
