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Wer sich bei Facebook, Twitter oder Google einloggt, sollte sich nach dem Besuch unbedingt wieder abmelden. Der Grund: Tut er das nicht, bleibt er verbunden – und wird von den Netzwerken ausspioniert.
Die Internetfirmen wissen, wann und wie lange jemand Seiten besucht, auf denen es einen «Facebook-Empfehlen»-, «Google+1»- oder «Tweet»-Knopf hat. Solche Felder gibt es zum Beispiel auf den Homepages Tagesanzeiger.ch oder 20min.ch. Besonders fies: Auch wer keines der Felder anklickt, wird ausspioniert.
Brian Kennish, ehemaliger Google-Manager, hat für die US-Finanzzeitung «Wallstreet Journal» die Knöpfe untersucht. Dabei hat er festgestellt, dass die Netzwerkseiten für die Knöpfe ein sogenanntes Frame einbinden. Dieser Rahmen ermöglicht Facebook, Google und Twitter, den Suchverlauf der Nutzer abzuspeichern. Zum gleichen Schluss kommt auch der Computer-Nachrichtendienst Heise.de.
Facebook beteuert, dass man die Daten nach 90 Tagen lösche, Google und Twitter nach zwei Wochen. Nachprüfen kann man das allerdings nicht.
02. Dezember 2011 | Jonas Arnold, Redaktor Saldo+Online
