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Die «Neue Zürcher Zeitung» wagt es immer wieder, ihren Lesern einen komplizierten Sachverhalt zu erklären. Exemplarisch im Fall der irischen Finanzkrise: «Wie ein Löwe hat Irlands Finanzminister, der kahle Michael Noonan, um einen Haircut für die Obligationengläubiger jener irischen Banken gekämpft, die bereits abgewickelt sind.» Noch Fragen?
Vernetzte Parlamentarier
Der «Tages-Anzeiger» hat nach den Parlamentswahlen im Handelsregister nachgeschaut, welche Parlamentarier als Verwaltungsräte oder Geschäftsführer mit welchen Unternehmen liiert sind. Das Ergebnis überrascht nicht: Die FDP-Parlamentarier halten durchschnittlich am meisten Mandate, gefolgt von SVP-Kollegen. Erstaunlich ist jedoch der Titel des Artikels: «Levrat ist in Netzwerken eine Nullnummer.» So ändert sich der Blickwinkel der Medien: Was heute ein Netzwerk ist, wurde früher als Filz bezeichnet.
Flüchtiger Ghadafi-Sohn
Auch die «NZZ am Sonntag» ist nicht immer um Verständlichkeit bemüht. Im Einzelfall übertreibt es die Zeitung jedoch mit der Klarheit: «Der Sohn des libyschen Despoten Muammar Ghadafi ist weiter auf der Flucht. Er wolle sich in Wirklichkeit einer Festnahme entziehen, sagt ein libyscher Kommandant.» Diese Vermutung scheint durchaus begründet.
Schuldige Randalierer
«Alle Randalierer aus der U-Haft entlassen», meldet der «Tages-Anzeiger». Fragt sich nur, weshalb es noch ein Gerichtsverfahren braucht, wenn doch nach der U-Haft schon klar ist, dass ein Festgenommener auch schuldig ist.
06. November 2011
