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In der 1. Klasse der SBB sitzen vornehmlich die älteren Semester, deren Augenlicht auch schon besser war. Darum sind diese Passagiere bei der gemütlichen Lektüre in den Doppelstöckern und Neigezügen auf Leselampen angewiesen. Doch diese Lampen sind noch und noch ausser Betrieb. Kein Mensch scheint sich bei den SBB um Leselampen zu kümmern. Ein Jammer, den mir ein freundlicher Bähnler (mit Brille) bedauernd bestätigt.
Da lobt man als vernachlässigter Passagier die neue österreichische Westbahn von Wien nach Salzburg. Sie startet demnächst unter der Ägide des ehemaligen SBB-Chefs Benedikt Weibel. Bei ihm ist der Bahnkunde König: Wagen mit Ledersesseln, viel Beinfreiheit, geschlechtergetrennte Toiletten und Ticketkauf im Zug ohne Aufpreis – das alles zu einem Drittel des Preises einer vergleichbaren SBB-Strecke. Lämpli inklusive.
23. Oktober 2011 | Rolf Hürzeler, Redaktionsleiter saldo
