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Artikel | K-Geld 05/2011

Finanzberatung: Überdurchschnittlicher Vertrauensverlust in der Schweiz

Das Vertrauen vieler Anleger in ­ihren Finanzberater hat seit der Finanzkrise 2008 deutlich gelitten – und ist seit Mitte 2010 nochmals gesunken. Im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Staaten fiel der Vertrauensverlust in der Schweiz im Schnitt etwas höher aus (siehe Grafik).

Zwar werden Banken, Versicherungen und andere Berater weiterhin von einer Mehrheit der Anleger bei der Geldanlage herangezogen. Allerdings wächst die Zahl der ­Anleger, die selbst über ihre Finanz­anlagen entscheiden. Transparenz und verständliche Informationen werden damit zunehmend wichtiger.

Zu diesen Ergebnissen kommt die zweite repräsentative Studie zur Qualität der Finanzberatung vom Marktforscher TNS Sofres. Die ­Befragung fand in der Schweiz und 13 weiteren europäischen Ländern statt. Interviewt wurden mehr als 12 000 Privatanleger. Die Studie wurde im Auftrag des weltweit agierenden Vermögensverwalters Fidelity Worldwide Investment durchgeführt.

Auch die Kundschaft von Vermögensverwaltern hinterfragt immer kritischer die Leistungen ihrer Berater und fordert häufigere Berichte über die Entwicklung ihres Depots. Das zeigt die jüngste Studie mit dem Titel «Global Private Banking and Wealth Management» von ­Price Waterhouse Coopers. Die Kunden seien vorsichtiger und weniger loyal und ­erwarten einen exzellenten Service mit einem ­klaren Mehrwert. 35 Prozent der Ver­mö­gens­verwaltungs-Kunden verlangen gemäss Studie heutzutage beispielsweise Kontrollberichte von ihrer Bank, 39 Prozent fordern klare Leistungsnachweise ein.

22. Oktober 2011


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