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Der Verdacht erhärtet sich: Wenig Schlaf kann zu Diabetes führen. Denn der Stoffwechsel verlangsamt sich, der Körper produziert weniger Insulin.
Schlafmangel macht nicht nur müde, sondern auch krank: Wer zu wenig schläft, riskiert eher an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine neue Untersuchung der Universität Chicago. Die Forscher hatten dazu zahlreiche Studien analysiert.
Das Ergebnis: Schläft jemand regelmässig fünf Stunden, bekommt er eher Diabetes als jemand, der jeweils acht Stunden schläft. Die Kurzschläfer entwickelten ein stärkeres Hungergefühl und hatten weniger Insulin im Blut. Die Konzentration bestimmter ungesättigter Fettsäuren im Blut stieg an.
Doch genügend Schlaf beugt nicht nur vor. Für Diabetiker ist er heilsam, denn er hält den Insulinspiegel hoch. Sieben Stunden sollten es in der Nacht sein, empfiehlt die Studienleiterin.
Wie wichtig genügend Schlaf für den Verlauf von Krankheiten sein kann, ist eine relativ neue Erkenntnis. Esther Werth, Schlafmedizinerin des Unispitals Zürich, sagt: «Das wurde lange unterschätzt.»
Das Schlafbedürfnis bei gesunden Erwachsenen liegt zwischen sechs und acht Stunden. Es gibt aber keinen Richtwert: Genug geschlafen hat, wer sich den ganzen Tag über wach fühlt. Schläft jemand während zwei bis drei Monaten kaum oder schlecht, können die Schlafstörungen chronisch sein. Esther Werth rät dann zum Arztbesuch. Es brauche aber nicht zwingen Medikamente. Oft genüge es, das Verhalten zu ändern.
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10. September 2011 | Gabriela Braun
