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Praktisch alle Währungsexperten sind sich einig: Der Euro ist unterbewertet. Aber wo liegt der faire Wert? Die Ökonomen sagen: Dort, wo man mit dem Euro und dem Franken die gleiche Menge Güter kaufen könnte. Sie sprechen deshalb auch von Kaufkraftparität. Allerdings müssen beim Ermitteln des fairen Werts einer Währung Zölle, Transportkosten und andere Handelshemmnisse berücksichtigt werden.
Die Kantonalbanken-Tochter Swisscanto schätzte Mitte August den fairen Wert des Euros auf Fr. 1.37. Erfahrungsgemäss ist der reale Wechselkurs jedoch mal höher, mal tiefer (siehe Grafik). Für Anleger sind Engagements in überbewerteten Währungen risikoreicher als in unterbewerteten. Das heisst: Kauft ein Anleger momentan Euros, geht er ein geringeres Risiko ein, als wenn er früher Geld gewechselt und pro Euro Fr. 1.65 gezahlt hat.
28. August 2011
