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Die Post testet zurzeit in Solothurn und Uster ZH eine neue Dienstleistung. Der Briefträger läutet an der Tür und überbringt die Post persönlich, statt sie einfach in den Briefkasten zu werfen. Das macht er allerdings nur, wenn die Empfänger dafür pro Tag Fr. 4.90 zahlen.
Das Angebot lässt sich täglich oder auch nur an bestimmten Wochentagen bestellen. «Es richtet sich insbesondere an betagte Personen», wirbt die Post. Die persönliche Übergabe «erhöht das Sicherheitsgefühl der Kunden und der Angehörigen».
Im Service inbegriffen ist nämlich ein SMS an eine Kontaktperson mit der Bestätigung, dass der Empfänger tatsächlich die Türe geöffnet hat. Dafür müssen sich die Angehörigen nicht mehr mit einem Anruf beim betagten Mami oder beim einsamen Papi erkundigen, wie es denn gerade so gehe.
Warum bieten eigentlich Migros oder Coop nicht auch solche praktischen Dienstleistungen an? Wenn meine Familienangehörigen eingekauft haben, könnte mir die Kassiererin ein SMS mit einer Bestätigung samt Einkaufszettel schicken.
Ich wüsste dann sofort, ob nicht wieder jemand ein Multipack Schokolade statt dem benötigten Sack Kartoffeln eingekauft hat. Das würde zwar 3 Franken pro Einkauf kosten. Aber dafür müssten wir nicht mehr miteinander reden.
29. Mai 2011 | Esther Diener Morscher
