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Jodtabletten sind gegenwärtig begehrt. Sie sollen Strahlenschäden verhindern, falls Radioaktivität aus Japan die Schweiz erreicht. Markus Fritz von der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle sagt aber klar: «Es nützt nichts, Jod vorbeugend einzunehmen.» Gemäss der Schweizerischen Heilmittelbehörde Swissmedic kann die Einnahme der Tabletten sogar zu Jodüberdosierungen in der Schilddrüse führen. Die hohen Dosen von 65 Milligramm Kaliumiodid pro Tablette können gerade bei Älteren zu Nebenwirkungen wie hohem Blutdruck oder Hitzewallungen führen. Sinnvoll ist die Einnahme nur, wenn Radioaktivität in der Luft ist: Rechtzeitig eingenommen, sättigt das unverstrahlte Jod die Schilddrüse und verhindert, dass diese über die Atemluft das gefährliche radioaktive Jod aufnimmt, das Schilddrüsenkrebs auslösen kann.
27. März 2011 | Eric Breitinger, Redaktion saldo
