|
(0) |
Feigwarzen verbreiten sich nicht nur beim Sex. Anstecken kann man sich auch in der Sauna.
Meist macht ein Schild die Saunabesucher auf ein Handtuch aufmerksam: «Kein Schweiss aufs Holz!» Wer sich daran hält, schützt vor allem sich selbst, sagen jetzt Ärzte. Denn in Saunas und Dampfbädern kann man sich mit Genitalwarzen anstecken.
Eggert Stockfleth, Tumor- und Virusforscher an der Berliner Klinik Charité, warnt: «Sitzt man ungeschützt auf der Bank, können Warzenerreger in kleine Verletzungen der Intimhaut eindringen und eine Infektion auslösen.»
Auslöser sind Viren, die sich zwar vor allem beim Sex übertragen. Doch Günther Hofbauer, leitender Hautarzt am Unispital Zürich, sagt: «Ein kleiner Teil der Patienten steckt sich ohne Sex mit Feigwarzen an.» Die Keime können über Hautkontakt auf Gegenstände gelangen, also etwa auf die Saunabank.
Im feuchtwarmen Klima überleben sie dann mehrere Tage. Die Feigwarzen sind zwar meist ungefährlich – aber lästig und nicht leicht loszuwerden. Das Saunatuch schützt. Wichtig ist, dass es stets mit derselben Seite nach oben liegt und trocken ist.
Im Dampfbad faltet man das Tuch am besten mehrmals. Eggert Stockfleth: «Denn die Viren werden mit dem Wasser in den Stoff gesogen.» Feigwarzen-Viren sind verbreitet: Studien zeigen, dass sich vier von fünf Menschen im Laufe ihres Lebens infizieren.
Doch nur bei jedem 20sten bilden sich irgendwann Genitalwarzen. Wer glaubt, eine Warze am Genitale oder am After zu haben, sollte zum Hautarzt, Frauenarzt oder Urologen gehen.
13. Februar 2011 | Ines Vogel, Redaktion Gesundheitstipp
