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Mit Umweltargumenten hat der Stromkonzern Axpo für neue Atomkraftwerke geworben. Grundlage der Kampagne war die Aussage, das Kernkraftwerk Beznau stosse nur 3,04 Gramm CO2-Äquivalent aus – massiv weniger als Photovoltaik- und Windkraftanlagen.
Die Axpo behauptete, der extrem tiefe Wert komme zustande, weil man für die Brennstäbe rezykliertes Uran alter russischer Atombomben verwende. Das CO2, das bei der Produktion der Waffen entstand, müsse bei der Umweltdeklaration nicht berücksichtigt werden.
saldo zweifelte die CO2-Bilanz der Axpo an (saldo 9/09 und 13/09). Nun hat der Stromkonzern auf Druck von Greenpeace zugegeben, dass das Uran in den Stäben nicht aus russischen Bomben stammt. Es kommt aus russischen Atom-U-Booten und -Eisbrechern und wird in der radioaktiv verseuchten Stadt Majak aufbereitet. Die CO2-Bilanz von Beznau fällt damit viel schlechter aus.
06. Dezember 2010
